Seite 18 | BERGSTOLZ BikeMagazin Mai2014
NORDKETTE
sich die wenigen Tage Vorbereitung, die man Anfang April hat auch gelohnt
haben, dennderTrail hat's in sich! Ich sprintete zumeinemRad, los ging es über
ein Schneefeld zum erstenTrailabschnitt.Anfangs noch extrem nervös,wurde ich
vonMeter zuMeter sicherer und konnteauchdieberüchtigteMischwald Sektion
zügig durchfahren. Der Trail ist einfach verdammt anspruchsvoll, daman keinen
Meter zum Pausieren hat. Das merkt man spätestens nach einer Sekunde
Unaufmerksamkeit, denn schon passiert's: Nach einer Schlüsselstelle bin ich
etwas schneller als erwartet und plötzlich wird mir der schmale Trail zum
Verhängnis. 'Verdammt-tückisches-mist-Ding!' Ich springe noch rechtzeitig ab,
abermeinRad kugelt den SteilenBerghinab. EinGlück, dass außer einem krum-
men Lenker, den man „schnell“ richten konnte keine technischen Schäden auf-
traten und ichmeinen Run so schnell wiemöglich fortsetzen kann.
Die letzten Fahrsekundengenoss ichbesonders,denn ichwusste: Fast unten,hier
passiert nicht'smehr, gleich im Ziel!
Dortwurde unserTeam von vielen Zuschauernund einem riesigenApplaus emp-
fangen,aber eine schriebesonders laut undhüpftehinter derAbsperrungauf und
ab! Verena hattemit größter Anspannung im Ziel abgewartet, ob ihreVorarbeit
ausgereicht hatte und auch bergab alles gut ging!
Gereicht hatteesundwir konntendieVorjahressiegerinnenauf den zweitenPlatz
verdrängen. Als auch Tina und Veronika unten im Zielbereich ankamen freuten
wir uns riesig über die hervorragende Leistung unseres Teams und natürlich
besonders über unseren Sieg. So kommt es also,wennman auf die Frage: „Hast
du übernächstesWochenende schon was vor?“ mit „nein“ antwortet. Bei der
Siegerehrung knallten noch einmal ordentlich die Sektkorken und ein schöner
Tag, eine gelungeneVeranstaltung und ein super Event gingen zu Ende. Für das
nächste Jahrwerdenwir uns jetzt jedenfalls denTermin für dasVOWA-PORSCHE
NordkettenQuartett 2015 schon einmal vormerken.
Fotos: Felix Schüller & JohannesMair