bergstolz

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cover nr76

Hier sollte doch der Zugang zum Trail sein? – Sind wir schon richtig? – Haben wir uns verfahren? – Hier, das könnte es doch sein? – diese und etliche weitere Fragen ähnlichen Inhalts haben wir uns auf unserem Trip in Sospel gestellt. Dabei erinnerte ich mich an die Anfänge des Mountainbikens, wo es noch keine Apps gab, oder irgendwelche ausgeschilderten Trails. Man schnappte sich eine Wanderkarte und los ging es. Irgendwo den Berg hoch, um dann einen coolen Wanderweg/Trail runterzufahren. Wir haben das Biken angefangen, weil wir Spaß am runterfahren hatten. Dafür haben wir alle Strapazen auf uns genommen, um coole Trails zu finden und diese dann runter zu ballern. In unserer großen Story in dieser Ausgabe geht es um die Region rund um Sospel in Frankreich, wo die Trails größtenteils Jahrhunderte alte Schafs- und Ziegenwege sind, wo es so gut wie keine Beschilderung gibt und wenig Infomaterial über die Wege und Trails. Dies hat mich an den alten Geist der Anfänge des Mountainbikens erinnert. Hier war er wieder da, der Erkundungstrieb: wo finden wir den Zugang zu dem Trail, sind wir richtig oder haben wir uns verfahren.

Zugegeben, es ist schon leichter heutzutage: wir haben ein GPS Signal, das nicht immer ganz genau ist, aber ich weiß ungefähr wo ich bin und so fällt einem die Navigation schon leichter. Trotzdem war unsere Reise ein wenig so wie früher. Diese pure Form des Bikens, weit ab von Liftanlagen und angelegten Trails, allein mit Deinem Bike in stiller einsamer Bergwelt. Du suchst den geilsten Weg bergab, wo ist er dieser coole möglichst lange Trail, der sich endlos den Berg hinab windet? Können wir ihn finden?

Und ja, wir finden ihn. Trotz Tragestrecken und einigen Umwegen. Am Abend beim Bier denken wir – Das war ein super Trail, morgen finden wir wahrscheinlich noch einen besseren! Hier auf der Karte, der sieht doch gut aus, das probieren wir morgen aus! Das ist das pure MTB Erlebnis: mit eigener Kraft den Berg hoch (manchmal auch e-unterstützt) und es dann mit einem Endurobike richtig laufen lassen.

Das Biken hier in Sospel war die urigste Form von Mountainbiken seit langem. Abenteuerliche einsame Naturlandschaften, keiner schert sich um die Biker und man sieht auch keine Biker. Wo gibt es noch so wenig erschlossene Regionen? Dieser alte Geist des Mountainbikens wurde für ein paar Tage zurückgeholt. Es gibt ihn also doch noch, diesen Spirit, er lebt in uns allen auf der Suche nach dem Neverending trail. Wir hoffen, auch Ihr werdet ihn finden. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Aufspüren!

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