Bergstolz - Das Freeride Magazin

GENERATIONS OF FREESKIING


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Wenn sich Freeskier von heute auf Spurensuche begeben…

Von Hot-Dogging und Skiballett bis zu den Slopestyle- und Urban-Tricks von heute: "Generations of Freeskiing" lässt die legendärsten Momente der Freeski-Geschichte wieder aufleben. Skistars wie Henrik Windstedt, Slopestyle-Weltmeisterin Lisa Zimmermann, GS-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg, der mehrfache X Games Gewinner Nick Goepper und der schwedische Freeskier Jesper Tjäder wurden von Freeskier Bene Mayr, der die Idee für das Projekt hatte, vor der Kamera versammelt, um den Helden von Damals die Ehre zu erweisen.

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Jon Olsson sorgen dabei für den korrekten Retro-Fahrstil, wenn die aktuellen Skistars versuchen, diese Zeit wieder auferstehen zu lassen - natürlich in originalgetreuer Ausrüstung und Kleidung, vom engen Overall über die grelle Neonjacke bis zum XXXL-Oversize-Shirt.

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Die Ursprünge des modernen Freeskiings sind vielseitig: "Mir war wichtig, dass Freeskiing sich aus unterschiedlichen Einflüssen und Bewegungen wie Mogul, Aerial oder Extremeskiing entwickelt hat, ohne die das Ganze nicht dort stehen würde, wo es heute ist", erklärt Bene Mayr. "Ich fand, dass es an der Zeit war, an die Roots und Pioniere unseres Sports zu erinnern." Und so dreht eine Lisa Zimmermann beim Skiballett mit langen Skistöcken ihre Pirouetten, Vicky Rebensburg fährt und stürzt zusammen mit Bene Mayr und Moguls-Legende Fuzzy Garhammer über die Buckelpiste, und Henrik Windstedt bewältigt Steilhänge in typischen "Schmidt-Turns" (gesprungene Schwünge im Steilhang, benannt nach Scott Schmidt) und Neonklamotten.

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Spätestens ab 2000 waren es dann die Newschoolers, die Freeskiing weiter entwickelten: Jumps und Backcountry-Kicker waren aus den Filmen nicht mehr wegzudenken. Während Fabio Studer und Bene Mayr diese erste Phase Revue passieren lassen, zeigt anschließend der mehrfache X Games Champion Nick Goepper, wo das Level aktuell liegt. Als Berater fungierte hier kein Geringerer als Jon Olsson, der die ersten Corks in den Snowparks zeigte. Was es mit Urban Skiing auf sich hat, zeigt Jesper Tjäder: der Schwede jibbt sich durch die Talstation der neuen 3S Eisgratbahn am Stubaier Gletscher und beweist, dass er nicht ohne Grund aktuell einer der bekanntesten Freestyler der Szene ist. Das große Finale? Eine Überraschung! Nur so viel sei gesagt: alle Protagonisten sind mit dabei, und das Setup kann sich absolut sehen lassen!

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Die Dokumentation "Generations of Freeskiing" ist ab 26. Januar 2017 als Video on Demand auf Red Bull TV zu sehen.

TEXT: Julia Schwarzmayr | FOTOS: Klaus Polzer / Red Bull
www.redbull.tv

Generationof Freeskiing
Interview mit Henrik Windstedt

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Hi Henrik! Wie war dein Trip "back to the roots"?
Es war eine gute Zeit! Das war nicht wirklich ein Filmtrip wie viele andere für mich, aber trotzdem herausfordernd und hektisch. Wir hatten nur ein paar wenige Tage zum Filmen, und wenn du dich nicht in deiner gewohnten Umgebung befindest, dann ist es manchmal schwierig herauszufinden, was funktioniert und was nicht. Ich hab alles gegeben, um das Ganze cool aussehen zu lassen und authentisch, aber ehrlich gesagt hatte ich bei ein paar der steileren Sachen schon ein bisschen Muffensausen, so ohne Helm und Protektoren…

Kanntest du damals die wilden Freeskier schon?
Weißt du, damals als diese großen Namen, die im Film vorkommen, begonnen haben Steilgelände zu erkunden, war ich einfach noch ein bisschen zu jung. Außerdem bin ich in Schweden groß geworden – da hat es sich eher um Rennsport gedreht, wir haben kein so steiles Terrain, dass Steep Skiing auf dem Plan stand.

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Wer waren deine Idole?
Als ich ein bisschen älter wurde, wollte ich nur springen: Cliffs und Snowboard Park Jumps. Mitte der 90er konnte ich dann "Walls of Freedom" von Scott Gaffney aus Squaw Valley ergattern, und ich fand mein erstes wirkliches Ski-Idol außerhalb Schwedens: Robb Gaffney und Shane McConkey gaben so unglaublich Gas und sind genauso Ski gefahren, wie ich es wollte! Außerdem gab es in Schweden einen Buckelpistenfahrer namens Jesper Rönnbäck. Der war ein Rock'n'Roll-Bad-Ass- Skifahrer und mein Idol – bis heute!

Wie hat es sich angefühlt, zurück zu den alten Latten zu wechseln und damit Ski zu fahren? Bist du ein bisschen nostalgisch geworden? Viele deiner jüngeren Kollegen haben ja nur noch auf Carvern Skifahren gelernt…
Oh, die Ski fahren sich total seltsam, vor allem im Powder. Du musst die ganze Zeit pumpen und springen, damit sie in die richtige Richtung zeigen. Mit den alten Skiern geht nichts einfach! Sie sind aber nicht schwer, das ist cool, weil Drehungen und Herumspringen nicht so schwierig ist, obwohl sie über 2 Meter lang sind. Als ich 15 war, bin ich schon mit 201 cm Riesentorlauf gefahren, und Buckelpiste mit 190 cm-Latten. Dabei bin ich aber gerade mal 174 cm groß. Und damals hab ich vielleicht 60 kg gewogen…

Bei den Outfits gibt's aber kein weinendes Auge zurück in die Vergangenheit, oder? Ihr müsst euch beim Dreh ja halb tot gelacht haben…
Sich zu verkleiden ist immer lustig. Wir hatten eine riesen Auswahl an Klamotten zur Verfügung, und meine Kombi ist sicher ein All-Time-Classic! Es ist poppig und funktioniert ganz gut im Freien – solange du in fünf Minuten wieder drin sein kannst, haha! Es ist doch überraschend für mich gewesen, dass es damals keine technischeren Klamotten gab, und die Fahrer aber doch in ziemlich entlegenen Weltgegenden geklettert und Ski gefahren sind.

Und, ist eine Fortsetzung geplant? Werden wir dich in Zukunft öfters in Neonpink und mit Stirnband sehen?
Ich freue mich schon wahnsinnig auf eine Fortsetzung, vielleicht wird es dann eine etwas kleinere Produktion, die auf VHS erscheinen wird… Ich bin sicher, dass ich noch mehr von dem klassischen Extreme Skier in mir habe! ;-)

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Du bist selbst schon so lange dabei und selbst fixer Bestandteil der "Evolution of Free - skiing". Gibt es noch etwas, das du unbedingt erreichen möchtest im Sport?
Ich nehme das als Kompliment. Während meiner Zeit als professioneller Contestfahrer hatte ich ziemlich mit meinem Rücken zu kämpfen, ich wünschte, ich hätte das einige Jahre länger machen können. Andererseits bin ich mehr als glücklich mit dem, was ich erreicht habe: Weltmeister in zwei verschiedenen Sportarten (2002 Buckelpiste als Junior, 2008 Freeride) und jede Menge Topplatzierungen bei Freestyle Events. Dazu kommen noch die Parts in den Filmen. Ich will immer mehr, so bin ich nun mal – aber jetzt habe ich Kinder zuhause und bin auch mental erwachsen geworden. Ich konzentriere mich aber jetzt stärker auf den kreativen Anteil beim Skifahren als darauf, weiter zu springen und steilere Sachen zu fahren.

In welche Richtung entwickelt sich deiner Meinung nach Freeskiing?
Oh, wenn es um Skills und Tricks geht, dann lehne ich mich einfach zurück und genieße die Show. Ich hoffe, dass sich Risikomanagement und Wissen rund ums Freeskiing im Backcountry superschnell weiter entwickeln und ein noch viel höheres Niveau erreichen. Und dass sich die Standards und Technologien für die Suche und Rettung von Verschütteten stark und rasch verbessern.

Vielen Dank für deine Zeit und das Interview!




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