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GRANDE FINALE - LIGURIA


bucht

Was war das für ein Bikesommer! Viel Sonnenschein, super Touren, fabelhafte Trails, unvergessliche Reisen - und nun zum Saisonabschluss sollte das Grande Finale folgen! Finale im doppelten Wortsinn, wollten wir doch unsere Bike Saison 2017 in Finale Ligure ausklingen lassen, dem Trail-Mekka an der ligurischen Küste. Zum Abschluss sollte es für uns noch einmal Sonne, Meer und vor allem Trails ohne Ende geben! Also machen wir uns im September auf in den Hotspot der Endurofahrer…

 strand

Zum Sommerende hin werden die Badegäste in Finale Ligure langsam weniger zahlreich, die Temperaturen fallen schön gemächlich in den Herbstbereich – allerdings bei weitem nicht so drastisch wie in unseren Breiten. Ruhig wird es hier aber deswegen noch lange nicht, denn jetzt ist die Zeit der Biker gekommen! Auch die Enduro World Series setzt ihren Schlusspunkt an der ligurischen Küste und so ist für interessierte MTBler auch im September noch einiges geboten.

Die erste positive Überraschung erleben wir schon im Vorfeld unseres Trips: egal für welche Unterbringung man sich letztlich entscheidet – Camping, Hotel oder eine Mietwohnung – alles ist hier zu angemessenen Preisen zu haben. Die Vorzüge als Bikeregion kennen wir sowieso schon von vorangegangenen Reisen: Das Gebiet ist sehr weitläufig, die Trails reichen vom Nachbarort Pietra Ligure bis nach Le Manie und Varigotti und darüber hinaus, und zwar handelt es sich um Trail-Schmankerl der Extraklasse! Klar sind die bekannten „Standards“ wie Rollercoaster oder Base Nato schon recht ausgefahren, aber was solls, glücklicherweise gibt’s hier ja mehr als genügend Alternativen. Außerdem begeistert die Vielseitigkeit des Gebiets jedes Mal aufs Neue, ganz gleich ob man hochtreten oder shuttlen möchte, ob eine gewöhnliche XC Biketour am Plan steht oder ein anspruchsvoller Downhilltrail, ob man eine Ausfahrt mit dem eBike oder zwischendrin zum Ausgleich mit dem Rennrad unternehmen will, auf zwei Rädern kommt hier jeder auf seine Kosten. Dass uns besonders die technischen, schnellen Trails interessieren, für die Finale bekannt ist, brauchen wir aber sicher nicht extra zu erwähnen…

grafitty

Wer sich wie wir – zumindest am Beginn unseres Trips – dafür entscheidet, aus eigener Muskelkraft die Berge hochzutreten, der schafft das mit dem Endurobike ganz gut. Die Auffahrten sind meist nicht allzu steil und so kommt man nach ein bis zwei Stunden locker nach Melogno, Base Nato oder nach Le Manie, wo alljährlich das bekannt 24h MTB Rennen stattfindet. Einmal oben angekommen, genießt man den fantastischen Ausblick auf das Meer auf der einen Seite, und auf die hohen Berge des Piemont in entgegengesetzter Richtung.

collage 01

Zum Start entscheiden wir uns für eine richtige Knaller-Tour abseits des Trubels auf Base Nato und Rollercoaster: Es geht hoch Richtung Melogno (bis hierhin kann man übrigens auch shuttlen) und weiter auf der Barbottina Forststraße, bis wir nach einer Weile rechts in einen weiteren Forstweg abbiegen und diesem immer weiter bergauf folgen. Am höchsten Punkt angekommen steigen wir über den Bergrücken, um vor uns liegend die sechs Kilometer lange Abfahrt nach Bardinetto zu finden: Durch den Wald geht’s sehr flowig und sehr schnell, dafür technisch etwas weniger schwierig bergab. Was für ein Hammertrail!

In Bardineto angekommen, suchen wir nach der Auffahrt zum Monte Carmo di Loano, denn wir wollen unbedingt die erste Stage der EWS 2017 besichtigen. Die führt vom Monte Carmo beinahe neun Kilometer lang nach Pietra Ligure hinunter. Wir nehmen die Forststraße am Ortsende und treten die 700 Höhenmeter hoch. Danach geht’s nochmal 300 Höhenmeter schiebend und das Bike tragend bergauf, bis wir endlich am Gipfel des Monte Carmo – mit seinen 1.640 Metern übrigens der höchste Berg des ligurischen Apennins - stehen. Das Panorama ist schlicht und ergreifend gigantisch, und so ergreifen wir gerne (natürlich nur wegen des Ausblicks, keinesfalls, weil wir uns etwas ausrasten möchten!) die Gelegenheit für eine kurze Pause.

collage 02

Der Weg bergab geht zuerst trailig über Waldwiesen, bevor er ins Unterholz führt. Dort ist der Boden sandig und weich und mit viel Flow surfen wir so durchs Gelände. Je weiter wir aber abfahren, umso technischer und felsiger wird das Ganze, nicht umsonst meinten einige der Pros, dass das die schwierigste Stage der gesamten Saison war. Ohne ordentliches Fahrkönnen kann man sein Bike den ganzen Berg hinuntertragen, auch Könner müssen sich hier richtig zusammenreißen. Nicht umsonst grinsen wir also stolz wie Nachbars Lumpi, als wir am Ende des Trails Richtung Pietra Ligure abfahren. Die Rider der EWS haben unseren vollsten Respekt und unsere Hochachtung, hier im Renntempo runter zu ballern! Uns reichts erstmal, wir radeln an den Strand um uns von den Strapazen des Tages zu erholen, genießen unseren Cappuccino und das „dolce far niente“. 3.500 Höhenmeter, insgesamt 60 Kilometer und über 15 Kilometer Trails – so stellen wir uns eine g’scheite Tour vor. Zu empfehlen ist die aber nur hartgesottenen Bikern, die es gewohnt sind, auch nach vier Stunden bergauf noch den härtesten Trail der Region zu fahren. Neben dicken Oberschenkeln kommt man hier ohne vernünftige Skills auf dem Bike nirgendwo hin – außer man schiebt.

bike right

Nach diesem Abenteuer ruhen wir uns erstmal einen Tag auf unseren Lorbeeren aus und legen einen Ruhetag ein. Unser Ziel ist der Strand in Varigotti, an dem die Wellen etwas höher sind und fast direkt an den terrakottafarbenen Häusern brechen. Alleine die Fahrt auf der Küstenstraße dorthin ist ein Erlebnis. Wir lassen uns die Sonne auf den Pelz brennen und genießen das Strandleben im, durch seine Downhillstrecke in MTB-Kreisen, bekannten Ort: Von Le Manie kommend fährt man in die extrem verblockte Strecke mit der unbeschreiblichen Aussicht ein – wenn in Finale, dann sollte man sich das mal zu Gemüte führen. Allerdings gilt auch hier: Ohne gute Fahrtechnik schiebt man die drei Kilometer runter…

Ausgeruht gehen wir tags darauf unsere nächste Erkundungsfahrt an: La Briga erwartet uns. Gleich am Ortsende Finale Ligures Richtung Varigotti geht es hoch nach Le Manie. Etwa 40 Minuten heißt es bergauf auf einer Teerstraße zu treten, bevor links eine Schotterpiste abzweigt. Die entwickelt sich ziemlich schnell zu einem technischen Trail, der ebenfalls 2017 Teil der Enduro World Series war.

Wem das zu hart ist, der kann sich in entgegengesetzter Richtung am Monte Caprazoppa genau das an Wegstrecke und Trail raussuchen, das dem eigenen Können entspricht: Hier gibt eine Unzahl von Möglichkeiten, entweder man fährt direkt von Finale rauf, man wählt den – sozusagen - rückseitigen Weg über Borgio Verezzi oder fährt überhaupt Richtung Autobahn und dann von Gorra hoch. Oben angekommen kann man aus einer Vielzahl an Trails für jede Könnensstufe wählen, von der Cross Country- bis hin zur EWS-Strecke findet sich hier eine wunderbare Spielwiese für Biker.

Etliche Höhenmeter bergauf, viele Kilometer bergab und einige italienische Spätsommertage später neigt sich unsere Reise ihrem Ende zu. Die Beine sind doch deutlich schwerer als zu Beginn, deshalb steht unser Entschluss fest: Jetzt ist unsere Shuttle-Zeit gekommen!

Shuttle-Unternehmen gibt es zahlreiche in Finale Ligure. Wir entscheiden uns für Freeride Ligure mit seinen unterschiedlichen Tagestrips. Eines der für uns überzeugenden Argumente für dieses Unternehmen war die Defender Tour: Dabei wird exklusiv auf Privatgelände des Veranstalters gefahren. Der Guide zeigt einem bis zu sechs verschiedene Strecken, die relativ wenig befahren und immer top gepflegt werden. Dank Guide müssen wir uns auch nicht um die Orientierung kümmern und können die flowigen, schnellen Waldboden-Trails in vollen Zügen genießen. Inbegriffen ist außerdem das Mittagessen in einem romantischen Bergdörfchen. Serviert werden heimische Spezialitäten - das Rundum-Wohlfühl-Paket also!

Wer es doch lieber einfacher haben will, kann sich direkt am Evolve Bike Shop für kleines Geld entweder nach Melogno zu Rollercoaster Kill Bill, New Rollercoaster, Madonna della Guardia und Cavatappi oder zur Base Nato zu Sentiero H, Base Nato, 115, Crestino und Madre Natura shuttlen lassen. Hat man sich mal entschieden, welche Line man fahren will, dann geht’s – ohne Guide – bergab. Am Rollercoaster mit seinen verschiedenen Varianten und auf der Base Nato geht’s um Heizen und Shredden bis die Reifen glühen – das Paradies für jeden Bikesüchtigen! So kann man locker auch eine ganze Woche nur mit Shuttlen verbringen, oder aber man nutzt das Shuttle für die erste Wegstrecke und lässt eine längere Tour folgen, um sich die öde Asphalttreterei zu sparen.

Auch wenn die vielen Trails und Abfahrtskilometer Belohnung genug sein sollten für den enthusiastischen Biker – der Mensch lebt nicht von Luft allein! Wer tagsüber fleißig war und sich abends mit knurrendem Magen auf die Suche nach geeigneter Nahrung macht, dem werden die vielen Speiselokale und ihre Spezialitäten der ligurischen Küche das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen - egal ob fangfrischer Fisch oder klassisch Pizza und Pasta. Uns haben es besonders die Focacini angetan: Focacini sind kleine frittierte Kartoffelbällchen, die man als Vorspeise serviert bekommt und machen süchtig!

„Dolce Vita sulla bicicletta“ – nirgendwo sonst lassen sich Biken und italienisches Lebensgefühl so wunderbar verbinden wie in Finale Ligure. Grande Finale – wir werden auch dieses Jahr wiederkommen, um uns unsere Dosis Bikewahnsinn im Spätsommer abzuholen!

Infobox

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Die Region rund um Finale Ligure gilt als Bike-Eldorado. Deshalb stellen wir den Bergstolz-Bikesommer 2018 auch unter das Motto „Grande Finale“. Auch in den kommenden Ausgaben werdet Ihr Stories aus der Region finden – unter anderem stellen wir Euch das weniger bekannte Argentiera Tal und Triora di Molina vor.

ANREISE.
• Mit dem Auto von München ca. 7,5 Stunden über Lindau - Feldkirch – Chur – Mailand.
• Mit dem Flugzeug von München nach Nizza (FRA) ab ca. 150 Euro (ca. 1,5 Stunden) oder Genua (ITA) ab ca. 250 Euro (1 Stunde Flugzeit).

UNTERKUNFT. • Hotel Palace
www.palacefinale.it
• Bike Hotels Finale Ligure
www.bikehotelsfinaleligure.it
• Camping di Mulino
www.campingmulino.it
• Camping Tahiti
www.campingtahitifinaleligure.it
• Eurocamping Calvisio
www.eurocampingcalvisio.it
• Finale Freeride Outdoor Village
www.finalefreerideoutdoorvillage.com

ESSEN.
• Pomelo | Via Ulivi 3
• Sapore di Mare | Vico Marassi 9
• La Terrazza | Via Giovanni Porro 15/2

BIKESHOPS.
• Evolve Shop | Via Calice 14a, Finaleborgo
• Oddone Bici | Via C.Colombo 22,
www.oddonebici.com
• The Ultimate Bikeshop | Strada di Gorra 10, www.theultimatebikeshop.it

SUTTLE SERVICE.
• Finale Ligure Freeride
www.finaleligurefreeride.com
• Evolve Shop
www.rideonnoli.com
• Bike Shuttle Finale Ligure
www.bikeshuttle-finaleligure.com
• Ezefreeride
www.ezefreeride.com

TOURISMUSVERBAND:
www.visitfinaleligure.it

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