26 SCHWEDEN Bergstolz Ski & Bike Magazin • 04 |2024 bikeprofi ist es quasi mein täglich Brot, Trips zu organisieren und dabei Inhalte wie diesen hier zu produzieren. Schön, dass ihr teil habt! Da wir nicht nur unterschiedlichste Zugänge zum Mountainbikesport haben, sondern auch aus unterschiedlichen Ecken kommen, haben wir uns in Dänemark verabredet. Von Dänemarks Traktormuseum ging es dann im Konvoi direkt zum ersten gemeinsamen Ziel, dem Valassen Bikepark. Hier ist aus einem kleinen Skigebiet mit einem 4er Sessellift ein Park entstanden, der mit knapp 100hm für schwedische Verhältnisse genau dem Durchschnitt entspricht. Wir waren begeistert, wie vielseitig man diesen kleinen Berg genutzt hat. Für jede Könnerstufe wurde an diesem Lift eine Strecke gebaut. Neulinge wie auch Fortgeschrittene kommen hier auf maximales Grinsen bei den Abfahrten. Uns reizte dann aber doch eher das technische Terrain, das einige Wurzeln und Steine parat hatte. Anliegerkurven waren Teils in den Hang gefräst, sodass man fast mit den Lenkerenden auf der Wiese schleifen konnte und teils aufgeschüttet, um noch etwas Höhe zu halten und mehr Schwung für danach befindliche Sprünge zu bekommen. Ich glaube das größte Highlight war jedoch der unglaublich große Steinpilz, den Philip beim Filmen zufällig entdeckte. Der war viel zu schön, als dass wir ihn nicht in eine Pfanne hauen wollten. Dieser großartige Fund rundete den ersten Tag gelungen ab und der Plan fürs Abendessen wurde entsprechend angepasst. Die Frage, warum wir acht Räder brauchen, ist bestimmt schon aufgekommen. Wir hatten uns dazu entschieden, noch die Hardtails einzupacken. Das Streetbiken ist nicht nur Beginn von Svens Leidenschaft zum Zweirad, auch bei mir hat alles auf der Straße angefangen. Mit dem Hardtail durch die Stadt zu tingeln und zu schauen, welche Stufen und Kanten man wie herunterspringen konnte, hat mich überhaupt erst zu einem Mountainbiker werden lassen. Das wollten wir gemeinsam wieder aufleben lassen. Gestärkt von einer unvergesslich leckeren Steinpilz-Nudelpfanne rafften wir uns auf und kramten die Bikes aus der Bikegarage des T680 Campers. Der Parkplatz des Valassen Bikeparks bot kreative Möglichkeiten, in Herausforderungen aufzugehen. Kleine Competitions steigerten in uns den Spaß, auch noch den Abend bis zur Dunkelheit auf den Bikes zu verbringen. Nächster Halt: Flottsbro. Vor den Toren Stockholms ragt ein kleiner Hügel mit exakt 100hm aus dem Boden. Natürlich haben die schwedischen Einwohner diese Möglichkeit genutzt, darauf einen Lift zu bauen. Angeschlossen ans Wasser trifft hier ein Badestrand auf einen Campingplatz, eine Mountainkartstrecke und einen Bikepark. Man kann wohl ruhigen Gewissens sagen, dass hier die Naherholung für Stockholms Menschen großgeschrieben wird. Ein Schlepplift zieht Mountainbikes und Mountainkarts auf den Berg, um anschließend für die Ausschüttung von Glückshormonen zu sorgen. Nach dem Testen aller Strecken, kann ich bestätigen: die Euphorie war groß. Auch hier war von der ungefährlichen, flachen Strecke bis zum 13 Meter Gap alles dabei. Gefühlt würde ich sagen, dass aufgrund der fehlenden hohen Berge in Schweden, die vorhandenen Höhenmeter deutlich effizienter genutzt werden. Selten waren Strecken an vermeintlich kleinen Hügeln so schön zu fahren und mit so viel Liebe gebaut. Der Straßenbelag Stockholms wollte natürlich auch noch begutachtet werden, schließlich hatten wir ja extra die Straßenbikes eingepackt. Das tolle daran: so wird auch für sportliebende Mountainbikefans wie uns eine Sightseeingtour zum Hochgenuss. Wir streiften den ganzen Tag auf den Hardtails durch die Stadt und entdeckten immer wieder architektonische Highlights, die wir auf den Zweirädern zu interpretieren wussten. Manuels, 180s, Bunnyhops, alles wurde auf unterschiedlichste Weise an unterschiedlichen Plätzen Stockholms ausprobiert. Selten hat ein Tag in der Stadt so viel Freude gemacht. Auf dem Weg zum absoluten Highlight des Trips, dem Järvsö Bikepark
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