Bergstolz Issue No. 134

Bergstolz Ski & Bike gazin • 01/2026 28 SK I TEST Bergstolz Ski & Bike Magazin • 01/2026 LINE SKIS Vision 96 Testermeinung: Der Line Vision 96 ist ein leichter Freetouring-Ski mit einem Aspen-Paulownia-Holzkern, der Stabilität und Wendigkeit clever verbindet. Optisch gewohnt verspielt im Line-Style, bringt er gleichzeitig eine ernsthafte Performance auf den Berg. Auf der Piste überrascht er mit sattem Kantengriff und einem spritzigen, engagierten Fahrverhalten. Im verspurten Gelände zeigt er sich stabil genug, um souverän durchzuziehen, ohne an Agilität zu verlieren. Im unverspurten Powder liegt die wahre Stärke des Vision 96: Er bietet zuverlässigen Auftrieb, bleibt bei Speed kontrollierbar und gibt Freeridern das Vertrauen, Drops oder schnelle Turns locker mitzunehmen. Für: Sportliche Fahrer, die einen vielseitigen Freetourer suchen, der spielerischen Freestyle-Charakter mit stabiler All-Mountain-Performance verbindet. Kurz: Der Vision 96 fühlt sich für jüngere Rider wie ein wendiger, verspielter „Buddy“ an, für erfahrenere Fahrer dagegen wie ein verlässlicher Partner mit ordentlichem Sicherheitsgefühl. Hätte er eine Tinder-Bio: „To all under 25 years old: I am super bendy, crazy and fly high. To all over 25 years old: stable and organized.“ Testlänge | Radius 184 cm | ø R = 17 m Erhältliche Längen 154, 160, 166, 172, 178, 184 cm Taillierung 131 | 96 | 120 Gewicht 3.480 g Preis 700,00 Euro DYNAFIT Tigard 107 Testermeinung: Der Tigard 107 will kein Everybody’s Darling sein – und genau das macht ihn spannend. Dynafit hat hier einen Freeride-Tourer im Programm, der eine aktive Fahrweise einfordert, dafür aber mit Stabilität und Spurtreue belohnt. Auf der Piste steht er solide auf der Kante, im verspurten Gelände zieht er durch – kleine Schwünge muss man sich allerdings erarbeiten. Im Powder entfaltet er dann seine Stärke und funktioniert gut. Verbaut ist ein Hybrid Core aus Paulownia und Pappel, verstärkt mit Carbon Speed Stringern für Stabilität und Kontrolle. Für: Sportliche Skitourengeher, die keine Angst haben die Zügel in die Hand zu nehmen und einen verlässlichen Partner suchen, der in allen Bedingungen funktioniert. Hätte er eine Tinder-Bio: „Suche Hardcorebraut, die alles mitmacht.“ DYNASTAR M-TOUR 100 Testermeinung: Der Dynastar M-Tour 100 bringt alles mit, was man sich von einem modernen Tourenski wünscht: leicht, verspielt und vielseitig einsetzbar. Dank des Hybrid Core 2.0 mit Pappelholz fühlt er sich lebendig an, ohne dabei unnötig schwer zu wirken. Auf der Piste fährt sich der Ski erstaunlich gut: mit viel Kantengriff und Drehfreude, wenn man ihn aktiv fährt. In langen Radien bleibt er ruhig, in kurzen Turns zeigt er sich wendig. Im verspurten Gelände gibt es geteilte Meinungen: für leichte Fahrer wirkt er etwas zu nervös, kräftigere Fahrer finden ihn dagegen stabil genug, um sich durch die Haufen zu pflügen. Richtig wohl fühlt sich der M-Tour 100 aber im Powder, dort schwimmt er schön auf, ist spielerisch zu bewegen und macht richtig Laune. Für: Freeride-orientierte Tourengeher, die ein leichtes Setup mit Spaßfaktor suchen. Hätte er eine Tinder-Bio: „Let me show you your true destination.” ELAN Ripstick Tour 104 Testermeinung: Der Elan Ripstick Tour 104 macht optisch sofort Eindruck: cleanes Design, wertige Verarbeitung und dabei extrem leicht. Möglich wird das durch den laminierten Holzkern in Kombination mit Carbon, Fiberglas und der Carbon Bridge Technology. Auf der Piste gehen die Eindrücke auseinander: Manche Tester fanden ihn erstaunlich stabil, mit gutem Kantengriff und schönem Rebound. Andere empfanden ihn dagegen als unruhig und schwer kontrollierbar. Im verspurten Gelände zeigt er sich teils spurtreu und laufruhig, aber kraftaufwendig. Seine klaren Stärken liegen im Powder: Der Ripstick Tour 104 schwimmt seiner Breite entsprechend solide auf und ist im unverspurten Schnee verspielt und leicht zu bewegen. Für: Rider die ein ultraleichtes Setup für Powder-Missionen suchen. Hier bekommt man einen spannenden Begleiter mit unverwechselbarem Charakter. Hätte er eine Tinder-Bio: „Paradiesvogel wills hart, nicht weich.“ Testlänge | Radius 189 cm | ø R = 23 m Erhältliche Längen 171, 177, 183, 189 cm Taillierung 137 | 108 | 125 Gewicht 3.560 g Preis 900,00 Euro Testlänge | Radius 186 cm | ø R = 18 m Erhältliche Längen 162, 170, 178, 186 cm Taillierung 134 | 100 | 124 Gewicht 2.860 g Preis 690,00 Euro Testlänge | Radius 187 cm | ø R = 25,4 m Erhältliche Längen 173, 180, 187 cm Taillierung 129 | 104 | 122 Gewicht 3.020 g Preis 799,95 Euro (4 radius) MAJESTY Vanguard 108 Carbon Testermeinung: Der Majesty Vanguard 108 Carbon verbindet verspielte Leichtigkeit mit ordentlicher Power. Beim Bau setzt Majesty auf eine raffinierte Mischung aus Paulownia-Holz mit Pappel-Einlagen, Fiberglas, Carbon/Kevlar-Fasern, Textolite-Platten und arched tails. Das Ergebnis: ein leichter Ski mit viel Rebound, guter Dämpfung und genug Stabilität, um auch bei höherem Tempo die Spur zu halten. Auf der Piste zeigen sich die Grenzen: hier wirkt er etwas flatterig. Im verspurten Gelände büßt er zwar an Laufruhe ein, pflügt sich aber trotzdem verlässlich durch – solange man aktiv bleibt. Sein wahres Terrain ist jedoch das unverspurte Gelände: Hier floatet er spielerisch, dreht leichtfüßig und gibt dem Rider ein direktes, spaßiges Feedback. Mit Speed wird er sogar erstaunlich stabil und zeigt, dass er nicht nur verspielt, sondern auch souverän sein kann. Für: Abfahrtsorientierte Freetourer, die einen Ski suchen, der im Powder glänzt, mit Vielseitigkeit punktet und auch mal ans Limit gepusht werden will. Hätte er eine Tinder-Bio: „Nimm mich nochmal, ich hab geübt!“ Testlänge | Radius 184 cm | ø R = 20/22/20/18 Erhältliche Längen 168, 174, 180, 186 cm Taillierung 136 | 108 | 126 Gewicht 3.940 g Preis 899,00 Euro

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