30 SK I TEST Bergstolz Ski & Bike Magazin • 01/2026 ROSSIGNOL Sender Soul 102 Testermeinung: Der Rossignol Sender Soul 102 ist ein vielseitiger Allrounder mit Pappelholzkern, der für ein ausgewogenes Verhältnis aus Dämpfung, Leichtigkeit und Stabilität sorgt. Schon beim ersten Eindruck fällt auf: Der Ski ist eher weich und verspielt, fährt sich aber angenehm ruhig. Auf der Piste zeigt er zwei Gesichter – manche Tester lobten die gute Kurvenführung, andere empfanden ihn als unruhig. Im verspurten Gelände überzeugt er deutlich mehr: Hier fährt er sich souverän, bleibt laufruhig und pflügt stabil durch Unebenheiten. Seine größte Stärke entfaltet der Sender Soul 102 jedoch im Powder. Dank starkem Rocker und leichter Schwungauslösung macht er hier richtig Laune, ob bei offenen Turns oder zwischen den Bäumen. Der Ski schwimmt gut auf, vermittelt Kontrolle und bleibt spielerisch. Für: Freerider, die Vielseitigkeit schätzen und einen Ski suchen, der alles mitmacht. Wer maximale Präzision oder ein steifes Brett für Highspeed sucht, greift besser woanders zu. Für alle anderen ist der Sender Soul ein lässiger, unkomplizierter Begleiter mit großem Spaßfaktor. Hätte er eine Thinder-Bio: „Suche was kurzfristiges - Turn me on.“ SALOMON S/LAB QST Echo Testermeinung: Der S/LAB QST Echo ist die Touring-Variante des legendären QST 106 – leichter, verspielter und mit cleverem Materialmix aus Karuba-/Pappel-Kern, Basaltfasern und Cork Damplifier für Stabilität bei minimalem Gewicht. Auf der Piste überrascht der Echo viele Tester positiv: Trotz seines geringen Gewichts zeigt er guten Kantenhalt, läuft stabil und carvt geschmeidig. Im verspurten Gelände vermittelt er Sicherheit, federt Unebenheiten ab und pflügt stabil durch, wenn auch mit etwas weniger Dämpfung als schwerere Modelle. Seine wahre Stärke zeigt der Echo im Pow. Hier surft er spielerisch, schwimmt schön auf und lädt zu lässigen Turns im offenen Gelände ein. Der lange Rocker sorgt für viel Auftrieb, man muss ihn allerdings aktiv fahren. Für: Abfahrtsorientierte Tourengeher, die ein leichtes, stabiles und gleichzeitig vielseitiges Werkzeug für lange Aufstiege und kraftvolle Abfahrten suchen. Hätte er eine Thinder-Bio: „Ich liebe Performance Athleten.“ SCOTT Explorair 95 Testermeinung: Der Scott Explorair 95 ist ein klassischer Vertreter der modernen Tourenski: leicht, technisch clever aufgebaut und mit einem klaren Fokus auf Vielseitigkeit. Im Skibau setzt Scott auf einen Dual-Holzkern aus Paulownia und Pappel, verstärkt mit Karbon- und Glasfaserlagen sowie Titanal für zusätzliche Stabilität. Auf der Piste zeigt sich der Explorair 95 ausgewogen und angenehm zu fahren. Im verspurten Gelände zeigt er sich ordentlich, solange man nicht mit Highspeed unterwegs ist. Im unverspurten Powder bis ca. 20 cm macht er dagegen richtig Laune: er schwimmt harmonisch auf, bietet einen leichten Rebound und lässt sich locker durch tiefere Passagen steuern. Bei richtig viel Schnee stößt er zwar an Grenzen, doch in seiner Kernkategorie spielt er zuverlässig. Für: Tourengeher, die Wert auf Leichtigkeit und Vielseitigkeit legen und keinen kompromisslosen Freeride-Latten suchen. Hätte er eine Thinder-Bio: „Ich schmiege mich gern an, bin aber zerbrechlich.“ Testlänge | Radius 180 cm | ø R = 17 m Erhältliche Längen 156, 164, 172, 180, 188 cm Taillierung 135 | 102 | 125 Gewicht 3.900 g Preis 650,00 Euro Testlänge | Radius 189 cm | ø R = 20 m Erhältliche Längen 157, 165, 173, 181, 189 cm Taillierung 127 | 140 | 106 Gewicht 3.880 g Preis 850,00 Euro Testlänge | Radius 184 cm | ø R = 20 m Erhältliche Längen 163, 170, 177, 184 cm Taillierung 129 | 96 | 114 Gewicht 2.700 g Preis 649,95 Euro OGSO Grand Daddy 106 Testermeinung: Der Ogso Grand Daddy 106 weckt mit seinem Look große Erwartungen: ein breiter Ski, der nach Power und Big Mountain schreit, dabei aber überraschend leicht bleibt. Möglich macht das der Paulownia-Holzkern in Kombination mit Carbonfasern, die Gewicht sparen und dem Ski Stabilität verleihen. Die Piste ist nicht sein Spezialgebiet, im verspurten Gelände wirkt er dafür deutlich solider: Er absorbiert Schläge gut, hält die Spur und bleibt kontrollierbar. Sein Revier ist eindeutig das unverspurte Gelände: Hier schwimmt er schön auf, lässt sich leicht drehen und fährt sich entspannter, als seine wuchtige Erscheinung vermuten lässt. Für: Tourengeher und Freerider, die entspannt und mit Leichtigkeit durchs Gelände gleiten wollen, ohne ständig kämpfen zu müssen. Hätte er eine Thinder-Bio: „Nice guy.“ Testlänge | Radius 186 cm | ø R = 20,6 m Erhältliche Längen 170, 178, 186 cm Taillierung 141 | 106 | 128 Gewicht 3.350 g Preis 799,50 Euro
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