Bergstolz Issue No. 137

30 PRODUKTE // TEST Bergstolz Ski & Bike Magazin • 05/2026 Magura startet durch! Nach der erfolgreichen Einführung der Gustav Pro, kommt nun eine weitere Performance-Bremse aus dem Hause Magura, die Race Pro. Sie zeichnet sich durch folgende Merkmale aus: Minimalistisches Design des Aluminium-Bremshebels, One-Piece CNC Bremssattel, 2,0 mm Bremsscheiben, 3 verschiedene Bremsbelag-Optionen, Easy Link Valve, Gewicht 310 Gramm (mit 1 m Leitung). # Sie ist das neue Flaggschiff der Magura-Bremsenfamilie und soll für noch mehr Performance sorgen. Wir konnten die Bremse schon mal fahren und wollen hier unsere Eindrücke schildern. Die Montage der Race Pro wird mit dem Easy-Link-Valve zum Kinderspiel, besonders bei der Hinterbremse, wo die Leitung meistens gekürzt werden muss. Auch das Kürzen ist ein Kinderspiel. Abschneiden, die Easy-Link-Verschraubung wieder drauf stecken, und in den Bremshebel einführen - fertig. Kein Entlüften mehr, keine Sauerei mit Bremsflüssigkeit, einfach schnell und praktisch. Beim Fahren liegt der leichte Aluminium-Bremshebel gut in der Hand. Die Magura Race Pro hat viel Power, die sich sehr gut dosieren lässt. Sie ist nicht so brachial wie eine SRAM Maven, hat aber den großen Vorteil, dass sie sich wesentlich besser und Nutzerfreundlich fahren lässt. Sie ist nicht ganz so aggressiv. Drückt man den Hebel etwas fester zu, ist auch genügend Bremskraft vorhanden und steht der Konkurrenz in nichts nach. So lässt sich in Spitzkehren super mit einem Stopi die Kurve bewältigen, aber auch in schnellen Downhillpassagen, wo aus hohen Geschwindigkeiten abgebremst werden muss, kann man auf der letzten Rille bremsen und schafft den Turn trotzdem. Auch die Standfestigkeit bei langen Abfahrten ist enorm, es kommt zu keinem Fading oder zu Geräuschen. Die Magura Race Pro macht ihren Job sehr unauffällig, man denkt nicht über die Bremse nach, sondern man bremst intuitiv, trotzdem hat man immer das beste Ergebnis. So steigt das Vertrauen und man muss sich über die Bremse keine Sorgen machen. Die einfache Handhabung hat uns sehr gefallen, so sollte eine Bremse funktionieren - die Magura Race Pro hat uns voll überzeugt. www.magura.com Das Yeti 160E ist eines der besten E-Bikes auf dem Markt. Die Erfolge bei EWS und EDR beweisen, dass man hier ein besonderes Bike vor sich hat. So haben wir uns sehr gefreut, dieses Schmuckstück refurbished von der Firma Upway zu testen. Wir wollten hier nicht die sowieso guten Eigenschaften des Yeti 160E herausfinden, sondern ob es sich lohnt, ein refurbished Bike zu kaufen. Ein hochwertiges E-MTB zum deutlich günstigeren Preis, professionell aufbereitet und mit Garantie. Upway gibt gebrauchten E-Bikes ein zweites Leben. Aber wie gut funktioniert das in der Praxis? Wir haben den kompletten Prozess ausprobiert. Für unseren Test haben wir ein Yeti 160E aus dem Modelljahr 2024 mit 3.361 Kilometern auf dem Tacho bestellt. Auf der Produktseite findet man neben Ausstattung und technischen Daten einen Inspektionsbericht inklusive durchgeführter Reparaturen und bekannter Gebrauchsspuren. Die Bestellung selbst war easy. Im Checkout werden zunächst verschiedene Zusatzleistungen angeboten, darunter eine erweiterte Pannen- und Batteriegarantie, Wartung sowie eine Diebstahl- und Schadensversicherung. Wer darauf verzichtet, bleibt bei der inkludierten 1-Jahres-Garantie. Auch Zubehör wie Schlösser, Taschen oder Pumpen kann direkt mitbestellt werden. Alternativ zur Lieferung ist eine Abholung bei Upway möglich. Wir wählten die Lieferung und wenige Tage später kam das Bike per Spedition bei uns an. Nach der ersten Prüfung fest, dass einiges an dem Bike neu getauscht wurde. Angefangen bei neuen Griffen, Reifen, Gabelservice mit neuen Staubringen und Sattel. Am Rahmen ergab die Sichtprüfung einige Lackplatzer, aber nichts Dramatisches. Alles, was ein gebrauchtes Bike eben in seinem Bikeleben mitgemacht hat. Wichtig war uns, in welchem Zustand der Akku und der Shimano Motor waren. Hier ergab sich beim Test eine freudige Über- raschung. Auf einer ausgedehnten Tour sind wir 40 km und 1.500 Höhenmeter gefahren und hatten noch zwei Striche am Display. Auf Rückfrage bei Upway wurde uns mitgeteilt, dass, wenn die Akkuleistung unter 70 % liegt, ein neuer Akku verbaut wird. In unserem Fall war der Akku noch so gut, dass er noch mindestens 80 % Leistungsfähigkeit hatte. ber die Fahreigenschaften brauchen wir bei einem Yeti Bike nicht viel zu sagen: Sportlich knackig, aber trotzdem ein sensibler Hinterbau. Das Fahrwerk arbeitete exzellent und war im verblockten, felsigen Gelände der Chef. So kommen wir zu dem Fazit, dass man sich ohne Weiteres nach guter, ausgiebiger Prüfung für ein refurbished Bike entscheiden kann, wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Man muss sich allerdings sehr gut auskennen, da es ziemlich viele verschiedene Ausstattungsvarianten gibt und auch das Baujahr nicht immer so einfach feststellbar ist. Beim Yeti 160E gab es nichts zu bemängeln. Ein Bike mit guter Ausstattung und vielen Neuteilen soll bei Upway unter 5.000 € kosten. Ein fairer Preis, wenn man bedenkt, dass der Neupreis bei 12.999 € gelegen ist. www.upway.de MAGURA | Race Pro REFERBISHED YETI | 160e

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