Bergstolz Issue No. 77

WHISKY BERGSTOLZ BikeMagazin AUGUST 2018 | Seite 17 andere Art von Trail angesagt. Der schmale Pfad verläuft zuerst im moderaten Anstieg immer leicht ober- halb eines aus den Bergen kommenden Flusses. Links und rechts erheben sich majestätische Gipfel und obwohl wir bei strahlendem Sonnenschein unterwegs waren, waren wir im Handumdrehen durchnässt und uns lief das Wasser aus den Schuhen. Sind wir von Deutschland gewöhnt, dass Wasser meist von oben kommt, scheint hier das erfrischende Nass entgegen der Schwerkraft zu arbeiten und von unten nach oben zu fallen. Immer wieder wirbelten unsere Reifen Wasser auf, das auf dem Weg herunterlief, und spritzten es uns gegen Beine, Gesäß und Rücken. Nach einiger Zeit erreichten wir eine Hochebene mit einem kleinen See. Der Trail verlief immer einige Meter über dem Ufer des braunen Wassers und wir mussten einige Pfützen durchqueren. Auf einmal gab es einen Aufschrei von Fotograf Philip, der einige Meter vorausgefahren war. Als ich zu ihm aufschloss, sah ich, dass sein gesamtes Vorderrad in einem Schlammloch steckte. Irgendwie aber hatte er sich noch davor bewahren können, mit seinem ganzen Körper inklusive Rucksack nach vorne in die Pfütze zu kippen. Doch egal wie fest er am Lenker zerrte und zog, alleine würde er das Bike wohl nicht aus dem Matschloch bekommen ohne selbst komplett einzusinken. Nur mit vereinten Kräften bekamen wir sein Rad wieder frei und die Fahrt konnte weitergehen. Das waren also diese me- tertiefen Pfützen, vor denen wir gewarnt worden waren und vor denen wir uns in Acht nehmen sollten! Nach einem grandiosen Downhill zurück nach Torridon war klar, dass dieser Trail nicht zu vergleichen war mit dem Trail Center im Osten. Wer hierher fährt, sollte schon etwas härter unterwegs sein und keine Angst vor nassen Füßen haben.

RkJQdWJsaXNoZXIy Mzk0ODY=