Bergstolz Issue No. 81
nen zwischen Araukanien Wäldern (Araukanie = chile- nische Tanne), Seen und kleinen Ortschaften. In Corralco leben unzählige Füchse am Fuße des Vulkans, mitten im Schigebiet. Für uns ein sehr willkommener Kontrast zu dem eher hektischen Stadtleben in Santiago. Der letzte Stopp unserer Schireise sollteArgentinien sein. Doch an der Grenze angekommen mussten wir feststel- len, dass wir mit unserem Auto doch nicht überall hin- fahren konnten. Obwohl wir Renato erklärt hatten, dass wir bis nach Argentinien reisen wollten, hatte er wohl vergessen zu erwähnen, dass chilenische Fahrzeuge eine spezielle Reiseversicherung brauchen, um inArgentinien einreisen zu dürfen. Zusätzlich musste ich noch heraus- finden, dass ich mein Visum für Chile mit anderen nicht mehr gebrauchten Rechnungen und Belegen wegge- worfen hatte. So mussten wir an der Grenze wieder um- drehen, um die fehlenden Papiere zu besorgen. Mit neuem Visum und Autopapieren ging es ein paar Tage später doch noch nach Argentinien, genauer nach San Martin des los Andes und Bariloche. Allein die Fahrt von Pucon nach Argentinien auf der Passstraße durch die Anden ist die Reise wert. Die Landschaft Pa- tagoniens ist atemberaubend: Berge, Vulkane, Wälder und Steppen und sogar Wildpferde sahen wir auf un- serem Trip. In den Schigebieten Chapelco und Cerro Cathedral verbrachen wir noch zwei weitere unver- gessliche Tage! In beiden Gebieten fanden wir wieder zahlreiche unverspurte Abfahrten. Ein Schlaraffenland für jeden Freerider. Mein absolutes persönliches Highlight kam aber ganz zum Schluss der Reise: Sledskiing in Cajon del Maipo. Dort, ungefähr drei Autostunden von Santiago durfte ich noch einige Tage mit dem Team von K2 verbringen um die Schikollektion für 2019/20 zu shooten. Cristian, der Inhaber von Dos Tiempos Freeride, brachte uns mit seinen Ski Doos zu einem Face, das wir den ganzen Tag für uns alleine hatten. Immer wieder wurden wir mit den Ski Doos nach oben geshuttelt und das bei 20cm Neuschnee. Wir stießen auf unsere Erlebnisse mit einem Glas Pisco Sour an, dem Nationalgetränk der Chilenen. (Wer seine Reise in guter Erinnerung behalten will, sollte aller- dings nicht zu viel davon trinken.) Ein perfektes Ende von einem mega Abenteuer mit zwei tollen Freundin- nen, vielen neuen Erlebnissen, Eindrücken und vor allem neuen guten Freunden (außer Stephan)! 49 SÜDAMER IKA
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