Bergstolz Issue No. 83

Der nächste Morgen beginnt gleich wie der vorangegangene: Mit der Bahn zur Idalpe hoch und von da aus auf das Flimjoch. Diesmal werden wir unsere Aufmerksamkeit al- lerdings der anderen Seite widmen: Der Schmugglerweg soll uns auf die andere, die Schweizer Seite des Alp Trider Sattels führen. Wir nehmen die Forststraße Richtung Greitspitze und kämpfen uns durch ein paar giftige, aber glücklicherweise recht kurze Anstiege. In dieser Höhe können die schon mal etwas Atemnot verursachen… Nach einem kleinen Stopp nehmen wir den Gipfel der 2.871 Meter hohen Greitspitze in An- griff. Von hier aus geht es weiter Richtung Westen, den Grenzkamm entlang, rauf und runter über Salaaser Kopf bis zum Salaaser Eck. Der Ausblick ist grandios, auf der einen Seite sieht man zur Idalpe runter und gegenüber in die Schweiz hinunter in das zerklüf- tete Seitental und hinüber zum Alp Trider Sattel bzw. hinunter bis nach Samnaun. Weiter geht’s zum Palinkopf, mit dem Treten ist es auch vorbei! Wir nehmen den flowi- gen und technisch nicht sehr schwierigen Trail Richtung Süden zum Alp Trider Sattel. Den überqueren wir, denn unser Ziel ist der auf der anderen Seite des Sattels startende Alp Trider Enduro Trail. Auf schnellen Anliegern geht’s runter zur Alp Trida Bahn. Das ist ein Trail zum Ballern, den man nach Herzenslust auch öfters fahren kann! Der 4er Ses- sellift bringt einen jedes Mal schnell wieder hoch. Wir wären gerne nochmal gefahren, nach zwei Abfahrten müssen wir aber schon weiter und den Sessellift hoch zum Flimjoch nehmen. Über den Flimjochtrail jagen wir bergab zur Idalpe. Nach einer kurzen Kaffeepause greifen wir noch den Paznauner Taja Trail an: Vom Höllboden weg gibt es eine kleine Tragepassage, die auf einen schönen Weidentrail führt. Wir kommen auf eine Forststraße und biegen links in einen sehr steilen techni- schen Trail ab, der uns ganz schön fordert. Unten angelangt rollen wir an der legendären Paznauner Taja vorbei – so idyllisch, wie es gerade ist, kann man sich den Trubel imWin- ter kaum vorstellen. Von hier geht’s nochmal in den Wald und über einen schönen Trail- abschnitt, bevor wir endgültig auf die Forststraße Richtung Ischgl gelangen. So endet auch unser zweiter Tag mit flowigen, abwechslungsreichen Trails. Die charak- terisieren auch das Bikegebiet Ischgl: Angesprochen wird eine große Gruppe an Bi- kern, nicht die ausgesprochenen Profis. Die Trails sind großteils sehr flowig und nicht allzu schwierig zu befahren. Man braucht nicht unbedingt ein Endurobike, um vernünf- tig bergab zu kommen, so werden auch Enduroeinsteiger und Allmountainbiker hier jede Menge Spaß haben. Wer Technik und die nötige Erfahrung mitbringt wird die meiste Zeit sogar auf einem Hardtail zurechtkommen. Trotzdem kommen auch ver- sierte Biker auf ihre Kosten. Und last but not least: Das gigantische hochalpine Pano- rama alleine ist schon definitiv einen Besuch in Ischgl wert! ISCHGL 28 Bergstolz Ski & Bike Magazin • 03 | 2019 INFOBOX. [ANREISE] Von München über A8 Richtung Salzburg bis Inntaldreieck - A93 Richtung Innsbruck - A12 Richtung Landeck - B188 Richtung Ischgl oder München über A95 Richtung Garmisch - Fernpass-A12 Landeck - Silvretta Bundes- strasse 188 nach Ischgl [UNTERKUNFT] Hotel Fliana // www.fliana.com Hotel Tirol // www.tirol-ischgl.at Haus Lenz, // www.hauslenz-ischgl.at Hotel Garni Kristall // www.kristall-ischgl.at Hotel Castel // www.castel.cc [ESSEN] Kitzloch // Ischgl / Tel. 0043 5444 5618 Sunnalm // Ischgl / Tel. 0043 5444 5302 Lucy Wang // Ischgl / Tel. 0043 5444 20007 [BIKESHOPS] Intersport Bründl // Ischgl, Tel. 0043 5444 5759 Sportalm Sallner // Ischgl, Tel. 0043 5444 5262 [BIKEGUIDES] Silvretta Bike Academy // www.ischgl.com

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