bergstolz

Naturns - Fünf Sterne Paradies


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Es ist Herbst 2018, die Tage werden kürzer und grauer und immer öfter stellt sich die Frage: Ist es noch warm genug für kurz/kurz? Als diese Frage immer öfter verneint wird, beschließen wir, noch eine Verlängerung unserer Bikesaison in Naturns in der Bikeregion Meran-Vinschgau dranzu hängen. Nur weil nördlich der Alpen schon wieder alle Anzeichen auf Winter stehen, muss es das doch noch lange nicht gewesen sein! Schließlich locken in Naturns eine der längsten Bikesaisonen der Alpen, wunderschöne Trails und als Zugabe eines der feinsten Häuser Südtirols als Unterkunft. Bike-Wellness im Preidlhof? Da werden sich unsere geschundenen Knochen aber freuen!

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Der Plan steht: Im herbstlichen Vinschgau quartieren wir uns drei Tage im Preidlhof ein und lassen uns dort verwöhnen. Verwöhnprogramm steht allerdings auch auf dem Bike am Programm: Zusammen mit Klaus Nischler von Ötzibike erkunden wir die schönsten Trails rund um Naturns. Die Bikeregion Meran-Vinschgau hat ja bekanntlich in Sachen Trails einiges zu bieten: Sowohl den Nachbarort Latsch als auch Naturns werden in der Szene als Geheimtipp wegen der vielen naturbelassenen Trails gehandelt. „Ötzitrail“ oder „Stoanbruchtrail“ heißen diese. Und sie werden von Klaus und seinen Jungs von Ötzibike geshaped und in Schuss gehalten. So ergibt sich ein umfangreiches Trailnetz, das teilweise schon im Januar oder Februar und bis weit in den Herbst hinein befahren werden kann.

Als wir im Preidlhof einchecken staunen wir nicht schlecht: Wir bekommen eine Suite mit eigener Sauna und Whirlpool im Freien. „Echt nobel, dieser Schuppen! Meinst du, die lassen uns verdreckt vom Biken überhaupt rein?“ fragt mich einer der Jungs vorsichtig. Wir haben aber keine Zeit zum Nachdenken, denn es lockt das Abendessen: Wir werden feinstens à la Carte verpflegt und auch die Weinkarte lässt keine Wünsche offen.

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Eine komfortable Nacht später starten wir mit Klaus in der Früh Richtung Naturnser Alm. Treten oder Shutteln? Da es aus Eimern schüttete und unser Fotograf Lorenz sein gesamtes Equipment dabei hatte, entschieden wir uns für Zweiteres. Wir fahren hoch bis zum Parkplatz Kreuzbrünnl, von hier treten wir noch ca. drei Kilometer den Nörderbergtrail hoch, bevor wir kurz vor der Naturnser Alm den Einstieg zum Brandtrail erreichen. Es erwartet uns ein wunderschöner Waldtrail, selbst das miserable Wetter kann unsere Laune nicht trüben – obwohl durch den starken Regen die Wurzelpassagen zur echten Herausforderung werden. Gut, dass es hier 315 Sonnentage im Jahr gibt und die Trails meistens staubtrocken sind! Leider bringt uns das nun auch nicht viel, aber was soll´s - der Trail ist flowig und nicht allzu steil.

Das ändert sich nach einer kurzen Querfahrt: Der Ötzitrail besteht aus fast sechs Kilometern Downhill mit allem, was das Bikerherz begehrt! Schnelle Passagen, wurzelige Abschnitte und auch ein paar technische Trailabschnitte sind dabei, etwas tricky, aber genau das wollen wir ja. Fast im Tal angekommen haben sich die Jungs von Ötzibike für den Ötzitrail noch was einfallen lassen und einen Flowtrail geshaped, mit wunderbaren Anliegern und kleinen Sprüngen. So lassen wir den verregneten Tag auf dem Fahrrad ausklingen, bevor wir uns retour in unsere Luxusunterkunft begeben.

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Der riesige Spa-Bereich im 5* Luxury Dolce Vita Resort Preidlhof ist genau das Richtige, um sich nach einem saukalten Biketag aufzuwärmen, und so fallen wir kurze Zeit später dort ein. Uns fallen zuerst einmal die Augen raus, denn der 5.000 m² große Spa-Bereich befindet sich im sechsstöckigen Spa-Tower! Von Private Spa über Ayurveda-Behandlungen, Massagen und verschiedenen Saunen kann man sich hier alles gönnen. Und wem das noch nicht genügt, der weicht ins Nebengebäude aus und genießt den 20 Meter langen Infinity Pool am Dach und die Aussicht auf die beeindruckende Berglandschaft.

Top entspannt machen wir uns später auf zum Abendessen, wählen zwischen drei verschiedenen Hauptgerichten (man möchte sagen in Haubenqualität), aus dem umfangreichen Weinangebot und lassen den ersten Tag am Rad Revue passieren. Als Betthupferl genießen wir noch ein Bier im Private Pool und finden so die nötige Nachtruhe. Das ist auch bitter nötig, denn für den nächsten Tag haben wir eine Sonnenaufgangstour geplant.

Wir verabreden uns um 5 Uhr früh vor dem Hotel. Es ist bitterkalt, wir fahren wie tags zuvor mit dem Shuttle bis zur Naturnser Alm hoch und schwingen uns bei -6 Grad auf das Bike. Ich erinnere mich nur sehr dumpf an Aussagen wie „Verlängern wir die Bikesaison“, „Im Herbst ist es in Italien ja noch richtig warm“ und Ähnliches. Wir ziehen alles an, was wir dabei haben, gottseidank finde ich auch noch eine Primaloft-Jacke. Wir radeln zur Rauher Bühel hoch, der Nordföhn hat fast Orkanstärke und bläst uns in den Rücken, sodass die steile Auffahrt etwas leichter fällt. Hier oben liegt der erste Schnee in diesem Jahr. Obenauf der Rauher Bühel angekommen, warten wir sehnlichst und frierend auf den Sonnenaufgang. Die ersten Sonnenstrahlen wärmen uns endlich und die Sonne steigt über die Dolomiten auf. Dieses grandiose Schauspiel, das uns die Natur hier bietet, lässt uns schnell die Kälte vergessen und nach ein paar Fotos beginnen wir nun die Abfahrt über einen kleinen Trail hinunter zur Bärenbadalm, wo einkräftiges Südtiroler Frühstück auf uns wartet. Speck, Bergkäse und der anschließende Kaiserschmarrn richten uns wieder her.

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So gestärkt fahren wir nun weiter auf unserer Traumtour. Der Ausblick von hier oben ist gigantisch, man kann bis ins Etschtal hinuntersehen. Wir bewältigen einen kurzen Anstieg zum Vigiljoch. Von hier aus ist es jetzt nicht mehr weit zum Stoanbruchtrail: Sechs Kilometer feinster naturbelassener Trail, mal wurzelig, malflowig schlängelt er sich hinunter ins Tal, im unteren Teil wird es etwas technischer. Weniger versierte Biker sollten vorher vielleicht einen Fahrtechnikkurs bei Klaus buchen und mit ihm zusammen den Trail befahren, sonst kann sich so manche Passage als unlösbares Hindernis entpuppen. Unten angekommen fahren wir auf dem Etschdammweg zurück nach Naturns, wo wir Mittagspause, Herbstsonne und Café genießen.

Am Nachmittag geht es mit dem Shuttle hoch zum Parkplatz Schartegg. Von hier aus wollen wir noch Lupo- und Fontanatrail erkunden. Der Lupotrail ist ein flowiger S1 Trail, super schön zufahren, bevor es am Fontanatrail wieder sportlicher wird: Der als S3 kategorisierte Trail führt technisch anspruchsvolle 750 Höhenmeter bergab. Man quert ein paar Mal die Teerstraße und kommt unten in den wunderbaren Obstgärten raus. Gemütlich nach Naturns zurückrollend besprechen wir glücklich die Details unseres Trailabenteuers in der Bikeregion Meran-Vinschgau und beglückwünschen uns zu der Entscheidung, das Shuttle gewählt zu haben: Anders hätten wir niemals so viel von der Region und den Trails gesehen. Zu unserem Glück können wir uns vor unserer Abreise sogar noch am Buffet im Preidlhof stärken – ein genialer Abschluss für einen genialen Trip.

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Die Region Naturns hat alles bestätigt, was wir im Vorfeld gehört hatten: Ein riesiges Netz an abwechslungsreichen Trails vom Gletscher bis zum Vinschgau, bei dem man nicht weiß, ob die Trails oder die Natur rundum beeindruckender ist. Genauso überwältigend war unsere Unterbringung im Preidlhof. Nicht nur Zimmer, Verköstigung und Spa-Angebot waren spitzenmäßig, auch für Biker gibt es hier alles: Leihbikes, Bikewaschanlage, absperrbare Bikegarage - alles vom Feinsten - und die Kooperation mit Ötzibike. Manchmal darf es einfach auch die Oberklasse sein!

Infobox

[Anreise]
Mit dem Auto von München aus ca. 4 Stunden über A8 Rosenheim –A93 Kiefersfelden – A12 Innsbruck – A13 Brenner – A22 Bozen Süd –SS38 Naturns

[Unterkunft]
5 Sterne Luxury DolceVita Resort Preidlhof Familie Ladurner, St. Zeno-Straße 13, I-39025 Naturns bei Meran.
www.preidlhof.it

[BIKEN]
Ötzibike – Academy, Shop, Rental Klaus Nischler, Hauptstrasse 25, I - 39025 Naturns
www.oetzi-bike-academy.com




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