bergstolz

Paganella


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Eine Neuentdeckung der Dolomiten
Die Gelegenheit bot sich schließlich im Juli in Form eines Fotoshoots für Amplifi und Husqvarna E-Bicycles.

Erstere pflegen bereits seit längerer Zeit eine intensive Kooperation mit DPA und auch das Marketing bei Husqvarna war sofort begeis-tert von der Idee. Einige wenige Telefonate später stand dann der Plan: Mit Guido Tschugg samt Bruder Arne für vier Tage zum Spotcheck und Fotoshoot an den Molvenosee.
Die Erwartungshaltung war natürlich groß: ‘Da musst du unbedingt mal hin’… ‘einfach nur super’… ‘bestes Bike Resort südlich des Alpen-hauptkamms’… Kein Wunder, schließlich lesen sich bereits die nackten Zahlen der Paganella beeindruckend.
Kaum im Hotel Majorca angekommen, zieht es uns bereits wieder hinaus. Zum WarmUp und zur Orientierung haben wir uns für eine kleine Tour zum Rifugio Croz Dell’Altissimo entschieden, einer schönen Berghütte ganz oben am Ende des Val delle Seghe auf knapp 1.500m. Von Andalo aus geht es gemütlich bergauf auf breiten Forstwegen. Eigentlich müss-ten wir schon nach einer halben Stunde das untere Ende des Seghe Tals erreichen, aber der Weg geht weiterhin stetig bergauf. Schließlich ist der Weg zu Ende, zumindest für Biker. Ein kurzer Blick auf die Do-lomiti Paganella Bike App (die in die Mowi App inte-griert ist) verrät unseren Fehler: Wir sind in Pradel gelandet, der Mittelstation der Molveno Area. Nicht weiter schlimm, denn von hier aus führt der ‘Blade-runner’ Flow Trail wieder zurück ins Tal und so kommen wir unverhofft bereits zum ersten Highlight. Im oberen Teil noch recht ruppig wird der Trail nach den ersten paar hundert Metern richtig flowig und wir lassen die Husqvarnas das erste Mal richtig fliegen, bevor wir im oberen Teil von Molveno wieder auf unsere geplante Route stoßen. Jetzt gehts recht stramm bergauf über einen frisch renovierten Forstweg. Die Reichweite der Bikes ist schon ziemlich am Ende nach unserem doch recht umfangreichen Umweg. Gott sei Dank hat jeder von uns noch einen Ersatzakku im Amplifi ETRACK Rucksack. Je höher wir kommen, desto beeindruckender wird das Panorama: Vor uns tauchen die schroffen Zinnen des Cina Roma, Cima Mandron und Cima Brenta auf, alle um die 3.000m hoch. Eindeutige Anzeichen, dass wir uns mitten in den Dolomiten befinden. Nach ein paar Shots in den Schotterfeldern oberhalb des Rifugio kehren wir schließlich um, unserem ersten Abendessen in Bella Italia entgegen.

Am nächsten Tag wartet bereits unser Guide Davide an der Rindolo Talstation in Andalo auf uns. Zum Einrollen gehts mit der Gondel hinauf bis zur Mittelstation Pian Dosson, hier wartet ein richtiger Paganella Klassiker auf uns: ‘Willy Wonka’, ein knapp drei Kilometer langer Flowtrail mit einigen lustigen Sprüngen, Hips und Holzelementen. Mit meinem 15 kg schweren Fotorucksack bin ich schnell am Limit und die Tschugg Brüder und Davide müssen immer wieder auf mich warten. Wait a Minute: WarmUp?

Unser nächstes Ziel ist der Cima Paganella, der höchste Gipfel auf der Andalo Seite. Von hier aus nehmen wir die Giada Line, im oberen Teil ein astreiner Freeride / Gravity Trail wie man ihn vom Gardasee her kennt. Sehr technisch und alpin mit einem schönen Blick auf Andalo und das ganze Paganella Tal. Am Ende des ersten Teils biegen wir wieder ab zum Albi de Mez, der uns zurück zum Gipfel bringt. Nach einem leckeren Mittagessen radeln wir über die Ronda della Paganella zu der weithin sichtbaren Antennenstation, an deren Ostseite sich die berühmte Absprungstelle für die Basejumper befindet. Hier hat sich angeblich schon Travis Pastrana in die Tiefe gestürzt. Für uns aber wesentlich interessanter ist der obere Teil des ‘Lake To Lake’ Trail entlang der Ostflanke der Ronda Paganella. Hoch über Trento geht der Blick bis hinunter an den Gardasee, deutlich zu sehen der Monte Brione zwischen Torbole und Riva. Der ‘Lake To Lake’ Trail ist teilweise recht anspruchs-voll mit Schotterfeldern und verwurzelten Passagen durch die Latschen, und hinter jeder Wegbiegung wartet ein neuer beeindruckender Blick auf uns. Wir verlassen den Trail am Passo San Antonio wieder, um noch im Bikepark zu shooten. Unterhalb des Passes führt uns Davide zum Einstieg des ‘Hustle & Flow’, der Trail oberhalb von ‘Willy Wonka’. Hier finden wir alles, was das Gravity-Herz begehrt und innerhalb nur einem Run sind alle Shots im Kasten. Vor allem ‘Willy Wonka’ hat es uns angetan, weil wir schon ei-nige der Spots kennen. Arne und Guido können sich hier nach Herzens Lust austoben und ich bin im sieb-ten Fotografen-Himmel mit immer neuen Motiven und Winkeln.

Am nächsten Tag wollen wir uns die Molveno Area noch einmal genauer anschauen. In den Genuss des ‘Bladerunner’ Flowtrails waren wir ja am ersten Tag schon unverhofft gekommen. Mit der Gondel aus dem Ortszentrum von Molveno hoch nach Pradel und weiter mit dem Tovre Sessellift zur Malga Val Dei Brenzi bekommt man als erstes mal wieder einen sensationellen Panoramablick runter auf den Molveno See geboten. Von hier aus droppt man direkt in den Anfänger-tauglichen ‘Big Hero’ Trail ein, den Molveno See immer vor Augen. Ein super Warm-Up am Morgen, der Lust macht auf mehr Bikepark-Action.

Den ‘Bladerunner’, der auf der Höhe der Mittelstation an den ‘Big Hero’ anschließt können wir diesmal auf voller Länge fahren, um über den darauffolgenden ‘Goonies’ Trail wieder in Richtung Andalo unterwegs zu sein. Den Nachmittag verbringen wir wieder mit einigen Runden ‘Willy Wonka’, unserem neuen Lieb-lingstrail.

Eigentlich haben wir in den letzten drei Tagen schon die meisten Varianten von Dolomiti Paganella ausprobiert, aber eine Facette fehlt uns noch: Guido möchte unbedingt sein Husqvarna Extreme Cross noch auf einer astreinen Downhill Piste testen. Schließlich stehen bald wieder die Downhill Master World Championships an. Fündig werden wir am ‘Ribs Trail’, der am Doss Pelà startet. Nach einem kurzen Uphill bis zur Malga Zambana (super Mittagessen!) und einem relativ gemütlichen Einstiegspart gehts dann spätestens auf Höhe von Doss del Pero so richtig zur Sache: Wurzeln, Steinplatten und verblockte Passagen wechseln sich ab und lassen das Downhiller Herz höherschlagen. Wobei Guido es sich nicht nehmen lässt und sein Husky auch immer mal wieder die eine oder andere Passage bergauf zu tre-ten, was angesichts der gemäßigten Frequentierung des Trails auch kein allzu großes Problem darstellt. Unglaublich, was ein astreiner Downhiller mit gut abgestimmten E-Antrieb inzwischen leisten kann.

Am Ende unseres Kurztripps sind wir rundum zu-frieden und können auf jeden Fall eine neue Desti-nation zu unseren ‘All Time Favorites’ hinzufügen. Dolomiti Paganella hält tatsächlich, was es ver-spricht: Perfekte Trails und Touren für alle Könnens-stufen, eine super Infrastruktur und einmalige Landschaft. Das alles gepaart mit dem Flair des Trentino, eine super Kombination.

    • Die schönste Skill-Area Europas
    • 35 Bike-freundliche Hotels mit entsprechenden Services
    • 13 Chalets mit E-Bike Ladestationen (Bosch und Yamaha Kabel und Steckdosen für andere Ladegeräte)
    • Alles eingebettet in einer beeindruckenden Kulisse, vomkristallklaren Molveno See bis hinauf zum Gipfel der Paganella, von der aus der Blick bis hinunter an der Gardasee geht.

Grazie Mille, Dolomiti Paganella! Wir kommen wieder!

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Foto&Text: Markus Fischer

Infobox

// Guido und Arne Tschugg
» Die ‘Tschugg Brothers’ waren früher viel zusammen in der nationalen und internationalen Rennszene unterwegs. Vor allem im Dual, später im Fourcross ging Arne irgendwann einem klassischen Job nach, während Guido in der MTB Szene blieb und dort immer noch sehr aktiv ist. Der einzige Deutsche bei der Rampage und Masters Downhill Weltmeister von 2017 lebt und liebt den Dirt und hat sich inzwischen neben seiner aktiven Rolle bei seinen Sponsoren auch einen guten Namen als Trail-Bauer gemacht. Für unseren Shoot brachten wir die beiden endlich wieder auf dem Rad zusammen.

// Husquvarna E-Bicycles
» Die direkte Abstammung von der legendären Husquvarna Motorcycle Brand ist bei Husqvarna E-Bicycles nicht zu übersehen. Man hat sich ganz darauf konzentriert, die E-Mobilität voranzutreiben und damit die Menschen zum Radfahren zu ermuntern und die E-Kategorie neu zu definieren. Sowohl optisch als auch technisch wird die DNA der Marke konsequent auch bei den E-Bikes umgesetzt. Guido ist seit der Markteinführung ein fester Bestandteil des Teams und trägt als Rider und Brand Ambassador zu einem positiven Image der Marke bei.

// Amplifi
» Die junge Marke aus dem Allgäu ist spezialisiert auf Backpacks und Protection im Bike- und Wintersportbereich. Entwickelt und getestet wird von ihrer Homebase in Oberstdorf im Allgäu aus. Kein Detail ist zu klein, um es nicht konstant zu verbessern und wei-terzuentwickeln. So entstehen Produkte von Ridern für Rider, auf die man sich zu 100% verlassen kann. Amplifi unterstützt Guido Tschugg seit 2011 und der sympathische Bayer ist sehr aktiv in die Produktentwicklung eingebunden.

//Der Fotograf
» Markus ‘Fischi’ Fischer kommt ursprünglich aus der Snowboard-Szene. Als Gründungsmitglied des Pleasure Mags war er dort zunächst für die Grafik zuständig, erkannte aber im Laufe der Zeit seine wahre Passion, die Fotografie. Bei einer mehrjährigen Fest-anstellung bei GoPro lernte er die speziellen Winkel und Möglichkeiten der ActionCams zu nutzen und zu schätzen. Heute ist er als selbstständiger Fotograf in der Actionsport-Szene und darüber hinaus tätig.




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