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Rider Profile - Jeremy Jones


rider jeremy jones 01

Jeremy Jones ist vieles: Pro-Snowboarder, Vater, Geschäftsmann, Aktivist, Surfer, Shaper, Entdecker. Worin sich aber alle in der Szene einig sind: Jones ist eine wahre Freeride-Legende. Er ist einer der Pioniere des Big Mountain Freeriding. 2013 wurde er National Geographic „Adventurer of the Year“ und bekam von Barack Obama den „Champion of Change Award“ des Weißen Hauses verliehen. Der damalige US-Präsident ehrte damit die 2007 von Jones gegründete Protect Our Winters Initiative. Im Zuge dessen gründete Jeremy 2009 Jones Snowboards. Die Marke hat sich auf Freeride-Snowboards und Splitboards spezialisiert. Mit seiner Firma möchte Jones eine der führenden Marken in der Outdoor-Industrie im Kampf gegen den Klimawandel sein.

„Mir wird jedes Mal aufs Neue bewusst, wie wunderbar unser Sport ist.“

rider jeremy jones 02Laut Jones muss sich in Zukunft das Bewusstsein für unseren heiß geliebten Sport drastisch ändern, die Jagd nach den perfekten Runs darf nicht auf Kosten der Natur geschehen! Reisen ist ein elementarer Bestandteil des Entdeckens und auch wichtig, um Snowboarden oder Skifahren die nötige Freiheit zu verleihen. Jedoch sollte man immer im Hinterkopf behalten, ob die Wahl des Transportmittels die Richtige war, oder ob man möglicherweise doch lieber auf das Flugzeug oder das Auto hätte verzichten können? „In der Vergangenheit war mein Ansatz, in relativ kurzer Zeit möglichst viele Gegenden zu erkunden. Heute spielt sich der Großteil meines Snowboardens im westlichen Teil der USA ab, an jenen Orten, die ich mit dem Auto erreichen kann. Wenn ich heute eine große Reise unternehme, versuche ich, mindestens einen Monat an diesen Orten zu verbringen, denn ich weiß, dass ich wahrscheinlich nie mehr die Möglichkeit bekommen werde, zurückzukehren.“

Das Gute ist: die Frage, ob sich Snowboarden und Reisen überhaupt mit einem Ökologischen Bewusstsein verbinden lässt, kann sich jeder selbst beantworten. „Es geht nicht darum, mit erhobenem Finger auf andere zu zeigen, sondern auf sich selbst zu schauen und zu überlegen, was für einen Abdruck hinterlässt mein Leben auf der Erde. Ich selbst achte darauf, was ich esse, woher meine Lebensmittel kommen, wie ich von A nach B kommen kann und dass ich so oft wie möglich mit dem Fahrrad unterwegs sein kann.“ Das Schöne am Reisen und am bewussten Umgang mit Ressourcen ist: es hilft beides, die Sicht auf die Welt zu verändern und den Horizont zu erweitern. Auf die Frage hin, was wir „normale“ Freerider tun können, um unseren Einfluss auf die Umwelt zu verringern, muss Jones ein wenig schmunzeln. Klar ist, er hat sein Leben dem Umweltschutz gewidmet und 2007 Protect our Winters ins Leben gerufen, weil ihm der rapide Rückgang der Gletscher, oder das schließen kleiner Resorts wegen zu wenig Schnee, Angst gemacht hat. Trotzdem ist auch er ein Mensch, der Snowboarden liebt: „Wenn ich in Europa bin, nehme ich auch gerne die Lifte in Anspruch. Und wenn ich die Möglichkeit bekomme, direkt unter dem Lift Powder zu fahren, dann kann mich niemand halten! Ich denke, es ist wichtig, dass wir aufhören, gegenseitig mit dem Finger auf uns zu zeigen und den einen Schuldigen zu suchen. Wir müssen es schaffen, die Infrastruktur in den Bergen zu erhalten, jedoch ohne den Einsatz von fossilen Brennstoffen, sondern mit erneuerbarer Energie.“ Sein Home-Resort etwa hat es geschafft, zu 100 Prozent auf Solarenergie umzusteigen. Das ist nur ein Beispiel für einen Trend, den es an immer mehr Orten zu beobachten gibt. Genau hier kommt jedoch auch die Politik ins Spiel: „In den USA haben wir leider eine Regierung, die alles daransetzt, fossile Brennstoffe billig und erneuerbare Energien teuer zu machen. Darum sind wir mit Protect Our Winters so politisch geworden, denn wir brauchen einen kompletten Strukturwandel und ein Umdenken. Zum Glück gibt es aber dennoch viele Firmen und Resorts, die sich diesem Wandel verpflichtet haben.“

rider marcus caston 03Jeremy Jones ist neben seinem zeitfüllenden Kampf für das Klima auch stolzer Vater zweier Kinder. Für ihn ist es wichtig, dass er seine Kinder nicht „verheizt“, es geht darum, den Spaß am Sport weiterzugeben und nicht seine Kinder zu tollen Leistungen zu trimmen. „Ich gehe mittlerweile sehr oft mit einer Menge Kids Snowboarden. Die Pisten mit einer Horde Zehnjähriger entlang zu cruisen macht oft mehr Spaß, als mit den meisten Erwachsenen!“

Die Zukunft liegt laut Jones bei den Kids, es wächst eine großartige Generation von Freeridern heran und jeder kann sich darauf freuen, was sie alles auf die Beine stellen werden.

Alter: 44
Beruf: Gründer POW/Jones Snowboards
Homespot: Squaw Valley
Disziplin: Freeride
Sponsoren: Jones, O´Neill
Highlights: Unzählige Filmsegmente

Media: wwww.jonessnowboards.com | www.protectourwinters.org
www.instagram.com/jeremyjones | www.facebook.com/jonessnowboard




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