Background Image
Previous Page  52 / 72 Next Page
Basic version Information
Show Menu
Previous Page 52 / 72 Next Page
Page Background

Seite 52 | BERGSTOLZ Ski Magazin DEZEMBER 2016

FREERIDEMAP

STUBAI

In Kooperation mit

www.freeride-map.com

Foto: FRM

Bereits Eingangs des Stubaitals sieht man den markanten Gipfel

des Zuckerhütls. Mit 3507 Metern bildet der höchste Gipfel der

Stubaier Alpen die weiß gezuckerte Krone des selbst deklarierten

Königreichs des Schnees. Petrus und Frau Holle lassen sich aller-

dings auch vom König keine Niederschlagsvorschriften machen

und lassen das Stubaital gelegentlich auch mal aus, wenn die

weiße Pracht über den Ostalpen ausgeschüttet wird. Nahe der

Grenze zu Südtirol gelegen, steht das Skigebiet unter südlichem

Wettereinfluss. Mit perfekten Sonnentagen kann man auf dem

Stubaigletscher deshalb des öfteren rechnen, mit regelmäßig fal-

lendem Neuschnee nicht. Wenn hingegen der weiße Teppich ein-

mal ausgerollt ist für die Freeride-Königinnen und –Könige, dann

bleibt er dank der Höhenlage von bis rund 3300 Meter auch bis

zum Saisonende liegen. In unmittelbarer Liftnähe gibt es im Ski-

gebiet zahlreiche kurze Abfahrten in allen Schwierigkeitsgraden.

Teilweise sind diese auch als Skirouten markiert, so zum Beispiel

die öfters beworbene 10 Kilometer lange (allerdings sehr flache)

Abfahrt «Wilde Grub’n». Für kleine Schneeprinzen taugt sie alle-

weil, für den richtigen Freeride-Adel darf es aber gerne etwas an-

spruchsvoller sein. Die Nordhänge des Egesengrats zum Beispiel

erreicht man nach kurzemAufstieg und stellen je nach Schneelage

und Wahl der Rinne auch für gestandene Freerider eine Heraus-

forderung dar. Von der Wilde Grub’n aus kann man das Gelände

gut einsehen, sodass man kein Hasardeur sein muss, um sich auf

den Grat zu wagen.Wenn dann schließlich alles passt, das Wetter,

der Schnee, die Routenwahl, dann wird die Abfahrt zum königli-

chen Vergnügen.

Text: Jürg Buschor

EGESENGRAT