24 MONTE CIMONE Bergstolz Ski & Bike Magazin • 04/2026 Unsere erste Station führt uns nach Montecreto, einem kleinen, ruhigen Dorf, am Fuße des Monte Cimone. Auf dem Campingplatz Parco Castagno schlagen wir für die nächsten Tage unser Lager auf. Hier befinden sich viele kleine Häuser, welche teilweise von Dauergästen benutzt werden. Gerade in der Hauptsaison lohnt sich eine Reservierung, da die Stellplätze überschaubar sind. Nach einer ruhigen Nacht können wir es kaum erwarten, endlich die ersten Trails zu fahren. Ohne große Vorbereitung machen wir uns am nächsten Morgen auf den Weg. Über die Via Monte kurbeln wir hinauf Richtung Passo Lupo, wo wir zum ersten Mal den 2.165 Meter hohen Monte Cimone erblicken, der höchste Gipfel der Region. Zahlreiche Lifte und eine Kabinenbahn lassen erahnen, dass hier im Winter einiges los ist. Im Sommer dagegen begegnen wir während der gesamten Auffahrt kaum einer Menschenseele. Nach kurzer Orientierung finden wir schließlich den Einstieg für unsere Abfahrt. Sie beginnt mit den Magrignana Trail: Schnell und flowig geht’s ziemlich flott dahin, bis es bald in den Stellaro Trail geht. Dieser wird sehr steil und technisch. Da es am Vortag geregnet hat waren die Felsen dementsprechend rutschig und Vorsicht ist geboten. Nach der immer steiler werdenden Abfahrt, kommen wir fast direkt an unserem Campingplatz raus. Den perfekten Abschluss bildet ein hervorragendes Abendessen im Restaurant des Parco Castagno. Nach einer erholsamen Nacht steht eine größere Runde auf dem Programm. Erneut folgen wir der Via Monte hinauf bis zum kleinen Lago della Ninfa, wo wir erstmal einkehren. Das Refugio Ninfa überrascht uns mit einem ausgezeichneten Essen. Gut gestärkt geht es über eine steile Forststraße bergauf bis an den Fuß des 2.165 Meter hohen Monte Cimone. Wir queren mehrere Skilifte und erinnern uns, dass hier einst Ski-Legende Alberto Tomba trainierte. Mein Begleiter Roland und ich sind uns schnell einig: Mit ausreichend Schnee dürfte das Gebiet im Winter auch ein echtes FreerideParadies sein. Über saftig grüne Wiesen erreichen wir schließlich den Einstieg des 5,4 Kilometer langen Berceto Trails. Schnell und flowig geht es in den Wald: Verblockte Passagen, felsige Abschnitte und ein schmaler Canyon sorgen für echtes Enduro-Feeling. Viel zu schnell ist der Berceto zu Ende und wir genießen während der längeren Auffahrt zum Passo Lupo die herrliche Landschaft. Von dort wartet die Abfahrt zurück nach Montecreto. Der Canalone Trail ist allerdings eine echte Heraufforderung für den späten Nachmittag. Viel Laub, umgestürzte Bäume vereiteln ein schnelleres Vorankommen. Vielleicht hätten wir uns vorher doch besser über den Zustand des Trails informieren sollen. Immerhin steht für den nächsten Tag bereits ein Guide auf dem Programm, mit dem wir uns in Sestola verabredet haben. Am nächsten Morgen fahren wir einen Karrenweg von Montecreto nach Sestola, wo wir uns mit unserem Guide Harry treffen. Treffpunkt ist die Talstation der örtlichen Seilbahn, wobei nicht von einer modernen Anlage die Rede ist, sondern von einem in die Jahre gekommenen Sessellift. Rundherum entdecken wir zahlreiche angelegte Trails. Hier fand sogar mal ein Europa Cup Downhill Rennen statt. Leider stellen wir relativ schnell fest, dass diese Trails schon bessere Tage gesehen haben, nur die meistgefahrenen Trails sind in einem guten Zustand. Gemeinsam mit Harry fahren wir Richtung Cimone und winden uns Kehre um Kehre hoch und warten gespannt auf die erste Abfahrt. Doch die lässt auf sich warten. Ein Blick auf Harrys Bike verrät schnell: Das wird eher eine XC-Runde. Wir umrunden den Cimone zur Hälfte und
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