Seite 24 - BergstolzIssue33

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Zeinisjoch nach Galtür zu marschieren. Wer die steilen Hänge von Valschavielberg und Verbellakopf kennt, kann
sich sehr gut vorstellen, dass unsere größte Angst möglichen spontan abgehenden Lawinen galt – daher die
Aufteilung der Gruppe. Nach einiger Zeit wurden die Hänge des Bachverlaufs immer steiler, so dass das Gehen
im frischen Pulver immer schwieriger wurde. Ich entschied mich etwas voraus zu gehen, um den weiteren Verlauf
der Route zu erkunden. Nach kurzer Zeit stand ich an einer steilen und exponierten Stelle – offensichtlich, dass
hier die Gruppe nicht durch konnte. Beim Versuch mich umzudrehen, gab es einen mächtigen Wumms und ich
rauschte mit der gesamten Schneedecke über den Felsen erst fuß-, dann kopfvoran in den reißenden und eiskal-
ten Bach. Zum Glück hatte sich beim Sturz der eine Ski vom Fuß gelöst, so dass ich mich schnell aufrichten und
an einen kleinen Felsvorsprung klammern und so dem kalten Nass entfliehen konnte. Da hing ich nun, am einen
Fuß noch der Ski, nass bis auf die Knochen und einige Meter unterhalb eines rettenden Plateaus. Zudem rausch-
te der Bach so stark, dass ich von den panischen Rufen meiner Freunde nichts hörte. Denn sehen konnten sie mich
nicht, und sie hatten keine Ahnung, ob ich ok war oder bewusstlos im Wasser lag. Nach einigen akrobatischen
Aktionen und rutschiger Kraxelei, hatte ich mich aus der misslichen Lage befreit. Schnell wechselte ich
Unterwäsche. Die nassen Socken blieben jedoch an, denn die durchtränkten Schuhe hätten nichts lange tr
gehalten. Schnell laufend, den Körper wieder auf Temperatur bringend, spurte ich durch tiefen Neuschn
Skigebiet von Galtür und in die erste Hütte. Dort angekommen wechselte ich meine Socken und verarztete
Füße. Durch die Nässe hatte sich meine Haut dermaßen aufgeweicht, dass sich überall Blasen gebildet h
Von Wirl ging es dem Vermuntbach folgend zum Madleiner Haus auf der Bieler Höhe. Während dieser Zeit fl
immer wieder Helikopter über uns hinweg und hinterl ießen bei uns ein ungutes Gefühl. Berechtigt, denn wi
später erfahren sollten, war eine Gruppe von drei Tourengehern am Ochsenkopf in eine Lawine geraten und
dabei umgekommen. Dies bestätigte die Entscheidung ‚safety first’ gewählt und dabei auf Abfahrtshöhen
verzichtet zu haben.
Endlich Kaiserwetter! Eiseskälte, frisch verschneite Berge und keine Wolke! Bei erstem Licht und herrl