FREERIDEMAP
Seite 24 | BERGSTOLZ Ski Magazin Januar 2014
STUBAI
in Kooperation mit
STUBAI
EGESENGRAT
Bereits eingangs des Stubaitals sieht man den markanten Gipfel des
Zuckerhütls. Mit 3507 Metern bildet der höchste Gipfel der Stubaier
Alpen die weiß gezuckerte Krone des selbstdeklarierten Königreichs
des Schnees. Petrus und Frau Holle lassen sich allerdings auch vom
König keine Niederschlagsvorschriften machen und ignorieren das
Stubaital gelegentlich auch mal, wenn die weiße Pracht über den
Ostalpen ausgeschüttet wird. Nahe der Grenze zu Südtirol gelegen,
steht das Skigebiet unter südlichem Wettereinfluss. Mit perfekten
Sonnentagen kann man auf dem Stubaigletscher deshalb des Öfteren
rechnen, mit regelmäßig fallendem Neuschnee nicht. Wenn hingegen
der weiße Teppich einmal ausgerollt ist für die Freeride-Königinnen
und -Könige, dann bleibt er dank der Höhenlage von bis rund 3300
Metern auch bis zum Saisonende liegen.
In unmittelbarer Liftnähe gibt es im Skigebiet zahlreiche kurze
Abfahrten in allen Schwierigkeitsgraden. Teilweise sind diese auch als
Skirouten markiert, so zum Beispiel die öfters beworbene 10 Kilometer
lange (allerdings sehr flache) Abfahrt »Wilde Grub’n«. Für kleine
Schneeprinzen taugt sie alleweil, für den richtigen Freeride-Adel darf
es aber gerne etwas anspruchsvoller sein. Die Nordhänge des
Egesengrats zum Beispiel erreicht man nach kurzem Aufstieg. Sie stel-
len je nach Schneelage und Wahl der Rinne auch für gestandene
Freerider eine Herausforderung dar. Von der Wilde Grub’n aus kann
man das Gelände gut einsehen, sodass man kein Hasardeur sein muss,
um sich auf den Grat zu wagen. Wenn dann schließlich alles passt, das
Wetter, der Schnee, die Routenwahl, dann wird die Abfahrt zum könig-
lichen Vergnügen.
Text: Jürg Buschor
Foto:Andre Schoenherr