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BLANCA

BERGSTOLZ BikeMagazin AUGUST 2017 | Seite 25

Was führt einen im Juni nach Alicante, an der Costa Blanca gelegen, wenn man nicht Engländer

und auf demWeg nach Benidorm ist? Es hat schon über 30 Grad und ist zum Biken eigentlich

zu heiß. Trotzdem: Mein genaues Ziel ist Elche, ungefähr 20 Kilometer südwestlich von Alicante,

in der sich das Hauptquartier der spanischen Bikemarke Mondraker befindet. Die Newcomer

sind in aller Munde, nach dem sie bei der letzten Downhill Weltmeisterschaft in Val di Sole

das gesamte Podest abgeräumt haben und mit Danny Hart auch den Weltmeister stellen. Ich

hab mir vorgestellt, hier zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: einerseits war mir erzählt

worden, dass es in der Region jede Menge spaßige Trails gibt, andererseits wollte ich natürlich

auch Mondraker besuchen und die neuesten Bikes ausprobieren.

Ich treffe mich am Morgen mit Rafa bei Mondraker. Seit der Gründung 2001 bauen die Spanier

sehr hochwertige und sportliche Mountainbikes. Hervorgegangen ist das Unternehmen aus dem

Komponentendistributeur Teambike, der der Importeur für Spanien von so klingenden Namen wie

SRAM, Giro, Troy Lee Design, Fizik oder Crankbrothers ist. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen

also, um einen Bikehersteller auf die Füße zu stellen. 2002 entstand schließlich die erste Modellserie

und in nur 15 Jahren konnte sich Mondraker in der MTB-Szene sehr gut etablieren. Das ist auch

unschwer an den bekannten Namen zu erkennen, die mit Mondraker in Verbindung stehen: Fabien

Barrel fuhr in den Jahren 2008-2012 für das Subaru Pro MTB Team auf einer Mondraker DH Ma-

schine. Im Jahre 2016 wurde bei der DH Weltmeisterschaft alle drei Podestplätze abgeräumt. 1.

Danny Hart, 2. Laury Greenland, 3.Florent Payet. Man investiert hier viel in den Mountainbike Sport,

nicht nur im Downhill, sondern auch im XC Worldcup.

Mein erster Programmpunkt ist die Betriebsführung mit Rafa. Als erstes gehen wir durch das Lager

- an die 2000 Bikes warten hier auf ihre Auslieferung an die neuen glücklichen Besitzer. Im ersten

Stock ist die Fertigung untergebracht, es wird hier alles selbst gemacht – an mehreren Montage-

plätzen wird jedes Bike einzeln und von Hand zusammengeschraubt. Selbst die Laufräder werden

hier noch von Hand eingespeicht. Es herrscht gerade Hochbetrieb, die ersten 2018er Modelle werden

schon zusammengebaut und kommen dann ins Fotostudio für den neuen Katalog. Im Showroom

steht das Weltmeisterbike von Danny Hart gemeinsam mit ein paar ersten 2018er Modellen herum.

Spannend auch die R&D-Abteilung, in der mit Hochdruck an neuen Rahmenkonzepten und ONoff

Komponenten gearbeitet wird. Ziemlich beeindruckend, dass hier trotz des großen internationalen

Erfolgs immer noch alles im Haus und von Hand erledigt wird.

Als Tagesabschluss haben Rafa und Ivan geplant, mir ihren After-Work-Testride Spot zu zeigen. Die

kleine Ausfahrt kommt mir absolut gelegen, ein bisschen Bewegung kann nicht schaden.Wir fahren