Seite 22 | BERGSTOLZ Ski Magazin OKTOBER 2017
STELLAR
meinen Augen sind das 6*, einfach weil man die Möglichkeit hat sich zu
bewegen, etwas über den Ort zu erfahren. Ohne Aufwand, direkt vor der
Türe. An DOwndays wäre man hier quasi flexibel…
Apropos Downdays: „Das Wetter sieht wohl nicht so toll aus, denk nicht
dass die heute fliegen“, lässt Janina kurz anmerken und versetz unseren
Hoffnungen auf einen „Spätnachmittagsausflug“ einen Dämpfer. Der Regen
prasselt grad so auf die Strassen… Wir lassen uns die Vorfreude auf die
nächsten Tage aber nicht nehmen, spazieren ins Hotel und staunen nicht
schlecht, als wir auf 100% strahlende Gesichter der Heliskigäste treffen –
„it was epic out there today“ und „maybe we get out there again later“
konnte man von den etwa 20 Skifahrern hören. (24 Personen ist übrigens
die maximale Anzahl, die Stellar Heliskiing zur gleichen Zeit „bedient“ –
da passte unsere Crew mit Kiwigirl Janina Kuzma, Filmer Evan & Fotografin
Colleen Gentemann ja grad noch gut dazu! Glück gehabt!)
Aber wie jetzt, die waren heute draussen, bei dem ….Wetter? Echt jetzt?
Das war kein Downday heute für die? Janina und ich hatten definitiv Fra-
gezeichen in unseren Gesichtern und die wurden auch nicht geringer, als
wir wenige Augenblicke später auf Jason Remple treffen, den Gründer von
Stellar Heliskiing. „Welcome Shades of Winter Ladies“ schmettert er uns
schon von weitem entgegen gefolgt von einem „you better get geared up!“.
Schnell wird uns klar, dass das Wort Downday hier in Kaslo eine völlig an-
dere Bedeutung hat und wir unsere bisherigen Erfahrungen völlig über den
Haufen werfen würden. In der Saison 16/17 hatte Stellar Heliskiing insge-
samt vier Downdays, also tatsächlich, nur vier Tage an denen Gäste nicht
zum Skifahren kamen. Und das liegt nicht daran dass die Company einfach
fliegt um den powderhungrigen Skifahrern aus aller Welt das Geld aus der
Tasche zu ziehen, sondern schlicht und einfach daran dass es praktisch bei
jedem Wetter funktioniert, weil:
A| weiter oben meist kein Regen, sondern Schnee ist
B| die Piloten ein meist nebelfreies Tal zum Anfliegen haben und
C| es aufgrund der Bäume und Treeruns – und deswegen waren wir ja auch
hier – genug Kontrast und damit Landezonen gibt, sodass die Helis bei
praktisch jedem Wetter fliegen können. Und die Bestätigung auf Jason’s
Aussagen sollten wir alsbald bekommen.
D| die Crew im Sommer sogenannte Landingspots ausgesteckt hat, die
es Piloten auch bei schlechterer Sicht ermöglicht, sicher zu fliegen und
zu landen.
Man kann förmlich unsere Aufregung spüren – nach unserer Autofahrt doch
noch ein, zwei Runs zu machen scheint brutalst verlockend. Immer noch
etwas ungläubig machen wir uns auf den Weg in unsere Zimmer um uns
„ready“ zu machen und treffen uns eine gute halbe Stunde später im ni-
gelnagelneuen Hangar, etwa fünf Autominuten vom Kaslo Hotel entfernt.
(Heliskigäste werden normalerweise hierher bequem geshuttelt, für uns war
es einfacher gleich selbst zu fahren. )
Im Hangar angekommen treffen wir auch gleich wieder auf Jason, der auch
Leadguide ist und unseren Helipiloten. Wie für alle Kunden steht auch für
uns das klassische Safety Briefing auf dem Programm. Das beinhaltet wich-
tige Informationen über den Heli, wie und wo - und wo nicht - man sich




