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Seite 22 | BERGSTOLZ Ski Magazin NOVEMBER 2016

JAPAN

eine spektakuläre Aussicht über Sapporo und das Meer in der Ishikari

Bucht. Dass man sich in unmittelbarer Nähe einer Millionen Stadt be-

findet, merkt man auch an den vielen Sendemasten der Fernseh- und

Radiostationen, die alle den Berg als Sendepunkt nutzen.

Nach einer weiteren Nacht in Sapporo fahren wir zeitig am Morgen

Richtung Kiroro, dem nächsten Stopp auf unserer Ski-Bucket-List.Wir

sind begeistert von Kiroro: Kaum Leute, unzählige Abfahrten, 30 cm

Neuschnee und es schneit unaufhörlich weiter.Wir fahren den ganzen

Tag. Nur einmal gehen wir kurz zum Aufwärmen und Kraft tanken ins

Gipfelrestaurant und stärken uns schnell mit einem Chicken Curry.

Schweren Herzens steigen wir nach einem perfekten Powdertag ins

Auto und machen uns auf den Weg nach Niseko. Dort verbringen wir

unsere letzten Tage in Japan.

In der Früh brechen wir Richtung Rusutsu auf. Zuvor holen wir aber

noch unsere Freunde Briar Peters aus Neuseeland und den Franzosen

Sébastien Varlet ab. In Rusutsu angekommen, fällt uns sofort der Ver-

gnügungspark auf, der sich zwischen den zwei Bergen des Schigebie-

tes befindet. Ein Anblick, der sich uns sobald sicher nicht wieder bieten

wird: Achterbahnen zwischen Skiliften! Das Skigebiet besteht, wie

oben erwähnt, aus zwei Bergen, die mit einer Gondelbahn verbunden

sind. Dadurch ergeben sich endlos viele Möglichkeiten im Gelände

neue Spuren zu ziehen. Selbst einen Park, der dem Supernatural Park

von Travis Rice in den USA nachempfunden ist, findet man hier zwi-

schen japanischen Eisenbirken und Bambus.

Heute ist unser letzter Tag in Japan. Wir machen unseren letzten Run

“Japanese Style” mit unseren Panda Neckwarmern und Ninja Stirn-

bändern.

Wieder in Niseko angekommen wollen wir nicht akzeptieren, dass

heute unser letzter Skitag sein soll. Deshalb beschließen wir kurzfristig

in Niseko Grand Hirafu noch Nachtskifahren zu gehen. Obwohl wir

erst um 19:00 am Berg sind ist hier viel mehr los, als in all den Skige-

bieten in denen wir zuvor gewesen sind. Die Aussicht über Niseko bei

Nacht und die Fahrten zwischen den Birken im gelben Scheinwerfer-

licht sind aber auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Japan war für uns extrem imposant und außergewöhnlich. Trotz des

kulturellen Unterschiedes und der Sprachbarriere schaffen es die Ja-

paner, dass man sich in ihrem Land sehr wohl und willkommen fühlt.

Man kann von den Menschen und ihrer Kultur viel lernen.