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64° NORTH

BERGSTOLZ Ski Magazin November 2015 | Seite 23

Schlaf bekamen, als wir zu beschäftigt waren, die tanzenden Nordlichter über unseren

Köpfen zu verarbeiten.

Wir fühlten uns definitiv beflügelt und so lag es nahe, dass wir nach schönen Splitboard-

touren mit gestelltem Guide Stefan und einem Tag mit einem Pistenbully access, auch

den Heli nutzen sollten.

Tag 8 – Flytime!!! Wir beanspruchten knapp zweieinhalb Stunden Flugzeit, um die kras-

sesten Peaks anzufliegen, abzufahren und unsere Filmaufnahmen zu machen und das

über den ganzen Tag verteilt! Den ersten Flug hatten wir um 6.00 Uhr in der Früh und

unseren letzten Drop um 22.00 Uhr Nachts! Der ganze Tag war von strahlendem Son-

nenschein bestimmt und wir konnten die besten und steilsten Abfahrten bei super Firn

hinunter shredden!

„Es war eine unglaubliche Zeit bei Viking! Das noch sehr neue Unternehmen macht einen

ausgesprochen gelassenen, aber zugleich sehr professionellen Eindruck“, schildert Flo

Orley in unserem Freeride Roadmovie „Sidustu Jadar – Die letzte Grenze“. Gefilmt und

geschnitten wurde alles von Bennis langjährigem Freund Florian Albert aus Nauders, der

derzeit noch studiert, aber schon jetzt ein unglaubliches Talent besitzt, die entscheidenden

Momente auf Kamera einzufangen.

Top ausgerüstet und mit seinen Tourenskiern sehr schnell im Gelände unterwegs, war er

eine unbezahlbare Bereicherung im Team, rund um Chris, Flo O., Sebi und Benni. Zurück

in Akureyri verbrachten wir einen gemütlichen Abend mit Pasta und der Planung unserer

nächsten Tage. Dabei lernten wir zwei französische Freerider kennen, die uns von einem

Berg in der Nähe von Uhdir erzählten und das sollte unser letztes Projekt im Norden der

Insel werden!

„Wir tauften Ihn Alien Peak – so sieht er auch aus!“ Ein mächtiger Pfeiler, der bis zum

Gipfel empor ragte, teilt diesen Berg in zwei Hälften, dabei bietet er gerade noch eine ei-

nige Meter breite Rinne, um bis knapp unterhalb des Gipfels aufzusteigen. Das letzte

Stück war an diesem Tag aber auch für Freerideprofi Chris Schnabel und Flo O. unerreich-

bar, da ohne Steigeisen nichts mehr ging. Doch knapp 20 Meter unterhalb des Gipfels