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Seite 30 | BERGSTOLZ Ski Magazin JANUAR 2016

RIDERPROFILE

RIDER PROFILE

Alter:

30

Homespot:

Innsbruck

Sponsoren:

Ortovox, Obergurgl-Hochgurgl, Alpina,

SP-United, SP-Gadgets,

Erfolge:

1st 4*FWQ Andorra 2012

1st 4* FWQ Obergurgl 2014

1st 4*FWQ Röldal 2015

7th FWT Andorra 2015

ALEX

HOFFMANN

„Des müsst’s daheim aber nit erzähln was ma gmacht haben“

„Mir hat mein Vater mit 2,5 Jahren das Skifahren beige-

bracht und laut seinen Aussagen war ich auch von Anfang

an total begeistert davon.“ Skirennen ist Alex aber nie

gefahren, dafür hat sie - seinen Bruder Johannes und ihn –

ihr Vater schon früh mit ins Gelände genommen. „Wir sind

dadurch schon sehr früh im Pulver gewedelt und „steile“

Rinnen gefahren. Ich kann mich erinnern, dass er uns des

Öfteren nach einem Skitag gesagt hat, „des müssts daheim

aber nit erzähln was ma gmacht haben“. Mit 11 oder 12 hat

er dann seine erste Tourenausrüstung bekommen und

dadurch seine ersten Erfahrungen im „richtigen“ Backcoun-

try gesammelt. „Mit 14 habe ich dann, etwas gegen den Wil-

len meines Vaters, mit dem Snowboarden angefangen.“

Seiner Mutter war´s egal, solang er nur einen Snowboard-

kurs besucht. „Am Ende des dritten Tags des Kurses hat

mein Lehrer die anderen Kursteilnehmer mit der Gondel ins

Tal geschickt und mich strahlend angeschaut und gesagt

„Wir gehen jetzt powdern!“ Es hat zwar noch nicht so richtig

funktioniert, aber die Begeisterung fürs Freeriden wurde

geweckt. Die Ski kamen in die Ecke und ab da war Alex’s

Fokus nur mehr aufs Snowboarden gelegt. „Nach und nach

wuchs ich rein in die Innsbrucker Freerideszene.“ Eine der

wichtigsten Begegnungen für Alex war die mit Max Zipser.

„Wir waren beide absolut „powdergeil“ und fixiert, möglichst

jeden Tag neue Lines zu fahren. Ich habe extrem viel von ihm

gelernt und wäre wohl heute nicht da wo ich bin ohne ihn.“

Da er auch vor dem Snowboarden schon viel am Bergsteigen

und Klettern war, wollte er das auch mit dem Snowboarden

verbinden. Max hatte auch eine kleine Kletterkarriere hinter

sich und „trug ebenso die alpine Motivation in sich“, sodass

sie zusammen viele alpine Snowboardtouren machten und

die Ziele immer steiler und alpiner wurden. 2004 begann

Alex dann mit dem Contest-Fahren. Leider waren die zu der

Zeit meist nur für geladene Fahrer. Er musste sich also erst

einen Namen durch Inferno Rennen und Offpist-cross-

Rennen machen. Nach einigen guten Platzierungen kamen

die ersten Sponsoren und bald auch die ersten Big Mountain

Contest Einladungen. „Als dann die Qualifier und die FWT

aufkam, war ich vom ersten Bewerb an mit dabei. Mein

großes Ziel FWT war geboren. Ich kam zwar oft knapp dran,

hab den Sprung aber erst 2014/15 geschafft. Nach einer Sai-

son in der FWT, mit der ich sehr unzufrieden war, bin ich

heuer wieder auf der FWQ unterwegs.“ Klares Ziel: Zurück

in die FWT!

Neben den Contests hat Alex zusammen mit Max einige gute

Alpine Projekte, wie den Biancograt und die Hochferner

Nordwand abhaken können. Parallel zu seiner Snowboard-

karriere hat er sein Sportstudium beendet und arbeitet

gerade auf seinen Abschluss in Molekularer Medizin hin und

unterrichtet Teilnehmer der staatlichen Snowboard- und

Skilehrerausbildung im Fach Biomechanik.

Im Sommer geht es so oft es geht zumWellenreiten. „Da hab

ich die gleiche Motivation wie dem Snowboarden. Und es

bringt mich Sommer für Sommer an die schönsten Plätze

der Welt bringt, wie Brasilien, Marokko, Indonesien oder Sri

Lanka.“ Und dann hat er letztes Jahr auch noch mit dem

Paragleiten angefangen. „Und des hab ich den Winter fast

mehr gemacht als Snowboarden.“

Portrait: Dominik Haas

Action: oben: Nina Schleifer

unten: Fabio Cracolici