KÖGLER
BERGSTOLZ Bike Magazin JUNI 2016 | Seite 25
Flexiblität brauche ich auch! Wenn ich alle Teilbereiche und Jobs unter meinen einen Hut
bekommen möchte. Selbständigkeit heißt, dass sich Planungen ändern, Termine abgesagt,
eingeschoben oder kurzfristig zugesagt werden. Auch örtlich heißt es flexibel sein, ob mit dem
eigenen Auto, Teambus oder Flugzeug. Ich arbeite an den unterschiedlichsten Spots im In- und
Ausland. Im Sommer bin ich selten zu Hause und Kofferpacken ist schon zur Routine gewor-
den. Dieses Jahr ging es gerade im Mai Schlag auf Schlag: Als Ausbilderin für die DIMB beim
Trailscout in Zell am Main, Direttissima an den Gardasee zum Bikefestival und Vorbereitung
und Guiding des Trailcrew & Friends ride, weiter zum VAUDE Bike Camp nach Kirchberg/Öster-
reich und in meine alte Heimat Franken für mein Bike & Yoga Camp. Dazwischen kamen noch
Einzelfahrtechnikcoachings und auch zwei Kurse wie für den Sportpark in Waltenhofen oder
im Rahmen der VAUDE Academy für Mitarbeiter in Tettnang. Jetzt brauch’ ich erstmal ne
Mütze Schlaf und ein paar Tage Erholung, bevor die ersten Rennen anstehen. Im Kalender ste-
hen unter anderem die Trans Savoie, „Big Alpine Enduro“ und 6 Tage Etappenrenennen von
Val d’Isere nach Chamonix!
Wie Heidi mag ich Aktivität und mein Job fordert das auch. Ich finde wichtig, Entscheidungen
aktiv zu treffen und nicht in Passivität stecken zu bleiben. Sicherlich die größte aktive
Entscheidung habe ich vor gut 5 Jahren getroffen, als ich meinen Job in einer Agentur für
Kommunikation im Projektmanagement kündigte und mich selbständig machte. Seit gut 5
Jahren ist das Biken nun mein Job. Meine Entscheidung, meine Verantwortung. Mit allen
Höhen und Tiefen, allen Anstrengungen, Konsequenzen aber auch „Magic Moments“, positi-
ven Erlebnissen, bereichernde Erfahrungen und inspirierenden Begegnungen: ich würde wie-
der so entscheiden.
Spurtreue
Auch wenn die Steine mal größer werden, der Trail ruppiger oder sich Wurzeln unrythmisch
über den Weg ziehen, Heidi hält die Spur. Spurtreue, das passt auch zu mir: In den letzten
Jahren habe ich Entscheidungen getroffen, die mich näher zu mir selbst gebracht haben. Ich
bin in eine Richtung gegangen, die mir liegt, in der ich Stärken von mir entdeckte und auch
meine Leidenschaften. Ich liebe Bewegung, Natur, „draußen sein“ und liebe es, Menschen zu
bewegen und zu begeistern. Ein einfach zu fahrender Schotterweg war es die letzten Jahre
natürlich nicht, es gab viele kleine und große Steine, die im Weg lagen und ab und zu auch
mal Felsbrocken. Aber meine Leidenschaft fürs Bike hält seit über 18 Jahren an und ich kann
auf Knowhow und einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Ich bleibe gespannt,
wo meine Spur in den nächsten Jahren hinführt?




