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BERGSTOLZ Bike Magazin JUNI 2016 | Seite 29
SCOTTGenuis LT700 tuned
In der Reihe unserer Bikevorstellungen wollen wir heute das
Scott Genuis LT 700 tuned vorstellen. Das Genuis LT 700
tuned ist vom Design etwas grell, aber die farbliche
Abstimmung von allen Teilen, passt wirklich gut und schaut
top aus. Der Carbonrahmen mit seinen weichen schönen
Formen ist ein Hingucker. Auf jeden Fall fällt man auf mit dem
Scott Genuis LT. Das Bike von Remy Absalon
(Megavalanche Doppelsieger) ist auch von der Ausstattung
erste Sahne. Die 36er Fox Gabel und der Fox Nude (Scott
tuned) geben dem Bike einen satten Federweg von 170mm
vorne und hinten. Der Dämpfer ist in 2 verschiedenen Stufen
zu verriegeln ( patentierte Twinlocktechnologie). Die
Schaltung ist von SRAM XO1 1x11 und schaltet präzise und
exakt. Die Bremsanlage ist von Shimano XTR mit vorne
200mm und hinten 180mm Bremsscheiben. Die Bremse ist
gut dosierbar und beißt richtig zu. Reifen kommen von
Schwalbe Nobby Nic Evo 27,5x2,35mm, allerdings haben
wir einen anderen Reifen montiert, weil bei der Performance,
die das Bike bietet, besser ein richtiger Enduroreifen z.B. ein
Hans Dampf oder ein Magic Mary passen würde. Aber das
ist Geschmacksache und je nach Einsatzbereich zu sehen.
Es ist halt immer ein Kompromiss von weniger Gewicht und
weniger Rollwiederstand berghoch. Das Bike bringt laut
Scott 12,1kg auf die Waage. Ein sehr guter Wert. Wir hatten
die Reifen gegen Continental Baron Project 27,5x2,4
getauscht und so ein Gewicht von 12,9kg gemessen.
Die Sitzposition auf dem Bike ist sehr komfortabel, mit dem
Twinlock lässt sich die Federung auf eine Plattform Stufe
oder ganz verriegeln. Das Bike lässt sich so sehr gut
berghoch fahren. Allerdings ist das Genius LT eine
Bergabmaschine, hier spielt es seine wahren Stärken aus.
Die Foxfederelemente arbeiten richtig gut und schlucken
alles. Der Fahrer ist eher am Limit als das Bike, Anlieger
lassen sich in recht flott durchfahren und der Grip am
Vorderrad ist sensationell. Der Hinterbau arbeitet sehr
smooth und das Fahrwerk wird umso ruhiger, desto
schneller man fährt. Rundherum ein Wahnsinnsbike, das
natürlich seinen Preis hat. Ich werde es wahrscheinlich
dieses Jahr beim Megavalanche einsetzen. Ich freue mich
schon drauf.
Weiter Details unter:
www.scott-sports.comMAGURA Vyron
Die neue höhenverstellbare Sattelstütze von Magura hat
keine Kabel mehr. Sie geht per ANT+ Funktechnologie, die
einen kleinen Servomotor ansteuert und die Stütze rauf und
runter bewegt. Wir konnten sie ausprobieren. Die Montage
erfolgt sehr einfach, die Steuereinheit einfach rechts oder
links am Lenker anbringen. Die Stütze mit USB Ladekabel
(beiliegend) aufladen, in das Sattelrohr stecken, synchro-
nisieren und los geht es. Eine super Sache, keine
Kabelverlegung mehr, kein Entlüften, keine abgerissene
Kabel. Vom Gewicht 617g., mit der Rock Shox Stealth ver-
gleichbar. Sie hat aber auch noch den Vorteil, wenn man
verschiedene Bikes hat, bräuchte man nur noch eine Vario-
Sattelstütze, vorausgesetzt der Durchmesser ist der
gleiche. Im Praxistest gefiel uns die Stütze sehr gut, beim
bedienen der Steuereinheit vergeht ungefähr 0,5 sek, dann
geht sie runter und oder hoch. Sie kann auch stufenlos
hochgeregelt werden wie jede andere Variostütze auch. Das
Laden dauert ungefähr drei Stunden, wenn der Akku ganz
leer ist. An der Steuereinheit kann man den Akkustand
abrufen. Insgesamt macht die Vyron einen sehr edlen
hochwertigen Eindruck, wir können die Stütze nur
empfehlen.
Technische Daten:
Sattelrohrdurchmesser:
30,9 mm oder 31,6 mm
Länge:
400 mm
Hub:
150 mm
Gewicht mit Steuereinheit: 617 g.
Infos:
www.magura.com




