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JOURNALS

BERGSTOLZ Ski Magazin NOVEMBER 2016 | Seite 19

Japow, es schneit tagelang ununterbrochen, meterweise Neu-

schnee, Faceshots ohne Ende……das sind nur einige Phrasen die oft

verwendet werden, wenn vom Schifahren in Japan erzählt wird.

Deshalb erfüllten wir uns letztes Jahr um die Weihnachtszeit einen

langersehnten Traum und flogen für zwei Wochen nach Japan, um

diese Aussagen auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Soviel vorne weg – wir wurden nicht enttäuscht!

TAG 1 - 4

Liebes Tagebuch, heute am Flughafen in München läuft mit den BCA Zylindern für

unsere Lawinenrucksäcke Gott sei Dank alles reibungslos ab. Trick: Kartusche einfach

mit Duschgel und anderen ähnlich geformten Flaschen und Behältern in die Toilett-

tasche geben, einchecken, und niemand merkt was.

Nach ca. 10-stündigem Flug landen wir in Osaka, wo wir uns während unseres achtstün-

digen Aufenthalts die Stadt ansehen. Viel Zeit bleibt aber leider nicht, da die Busfahrt in

die Stadt und wieder zurück zum Flughafen ca. 2 Stunden dauert. Man sollte also wirklich

genug Zeit haben, wenn man in Osaka nur auf Durchreise ist.

Die Stadt ist riesig, wirkt aber eintönig. Überall große Betonbauten, die wenig an tradi-

tionelle japanische Bauwerke erinnern. Im Zentrum der Stadt gibt es ein Riesenrad, von

wo wir einen Überblick über Osaka bekommen. Danach finden wir eine Spielhalle, die

uns dann doch eindeutig zu erkennen gibt, dass wir in Japan sind. Überall kann man

Hello Kitty oder ähnliche Plüschtiere oder Spielsachen gewinnen. Nachdem wir unser ge-

samtes Kleingeld losgeworden sind, hat der Angestellte in der Halle ein bisschen Mitleid

mit uns – er hilft uns vielleicht ein ganz klein wenig – und wir schaffen es! Ein nicht de-

finierbares Stofftier mit einem Fliegenpilz am Kopf gehört uns. Mit unserem Schwam-

merltier im Gepäck geht es zurück zum Flughafen. Nächster Stopp: Tokio!

In Tokio angekommen dauert es ca. eine Stunde bis wir unserem (imVoraus gebuchten)

Gepäckservice endlich erfolgreich erklären, wo unsere Ski hingebracht werden müssen.

Merke für die nächste Japan Reise: Vorher unbedingt eine App fürs Handy herunterla-

den, die Englisch oder Deutsch auf Japanisch übersetzen kann. Als dann schlussendlich

unser Skigepäck auf dem Weg zu unserer Lodge in Hakuba ist, machen wir uns nur

mit unseren Rucksäcken auf denWeg in die Stadt, um in unserem Hostel einzuchecken.

Am Abend machen wir dann gleich noch Bekanntschaft mit dem U-Bahnnetz Tokios,

das ganz schön unübersichtlich wird, wenn man erstmal in die falsche Richtung fährt.

An unserem Ziel, dem Tokio City View Tower, kommen wir aber trotzdem an. Von dort

oben kann man über alle Bauten hinweg sehen und trotzdem kein Ende der Stadt er-

kennen. Tokio ist ein einziges, extrem beeindruckendes Lichtermeer.

Am nächsten Morgen fahren wir zur berühmten Shibuya Kreuzung im Zentrum Tokios,