TEST
BERGSTOLZ BikeMagazin JUNI 2017 | Seite 27
ENDURO
RE I FEN
TEST
Welcher Biker hatte noch nie die Qual der Wahl, weil es
einfach so viele Reifen gibt wie Bäume im Wald? Damit
es für euch am Endurobike ein wenig einfacher wird,
haben wir uns die Top-Modelle von vier Herstellern für
einen längeren Zeitraum mal genauer vorgeknüpft: mit
dabei waren Continentals Der Baron 2.4 Projekt, Maxxis
Minion DHF vorne und DHR hinten, Michelins Wild
Rock’R2 und der Magic Mary von Schwalbe. Getestet
haben wir sowohl die 27,5 als auch die 29er Version der
Reifen, wobei erstaunlicherweise die Reifengröße keinen
Unterschied in der Bewertung brachte. Daher werden in
unseren Auswertungen die beiden Größen nicht geson-
dert behandelt.
Alle Reifen wurden Tubeless gefahren und mit demsel-
ben Luftdruck von 1,7 bar vorne und 1,5 bar hinten. Die
Reifen waren auf sehr breiten DT Swiss Laufrädern
XM1501 mit 40mm Felgenbreite montiert. Besten Dank
an DT Swiss für die Unterstützung! Die Montage der Tu-
beless-Reifen ist kein Thema mehr, mit der Milch ist der
Reifen Ruck Zuck auf der Felge. Wir verbrachten einen
Tag im Bikepark Samerberg – auch hier ein herzliches
Dankeschön! - bei sehr feuchten und rutschigen Bedin-
gungen, ideale Voraussetzungen zum Testen also. An-
sonsten waren wir auf unseren Hometrails am Tegernsee
unterwegs.
Erstaunlich war auch auf welch hohem Niveau die Rei-
fenentwicklung aller Hersteller ist. Die Reifen sind ziem-
lich auf dem gleichen Level. So kann man getrost sagen,
dass es auch etwas an den Vorlieben des Fahrers liegt,
oder an den örtlichen Gegebenheiten (viel Waldboden,
Nässe oder steiniges verblocktes Gelände). Der eine
schwört auf seine Conti und andere wiederum auf Max-
xis, Michelin oder Schwalbereifen.
Continental
Baron 2.4 Projekt
27,5’’ (29’’) x 2,4’’
Gewicht: 985 g
Absolute Breite: 59 mm
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Schotter:
Wald,Wurzel, Erde:
Felsig:
Nässe:
Tracktion:
Dämpfung:
Rollwiderstand:
Montage:
Einsatzgebiet:
Tour Enduro
Tour
Enduro
Sport
Enduro
Race
Fazit:
Der Conti Baron Projekt ist deutsche Wert-
arbeit für unsere regenreichen Breiten, da
spielt er sein ganzes
Potential aus, er ist mit Abstand der beste
Reifen bei Nässe, Schlamm und feuchten
Wurzeln. Auf Schotter muß er etwas Abstri-
che machen, da fanden wir die Mischung
ein wenig zu weich, allerdings ist das auch
abhängig von den Vorlieben des Fahrers.
Der Rollwiderstand ist relativ hoch.
Maxxis
Minion DHF,DHR
v.27,5’’ (29’’) x 2,5, h.27,5’’ (29’’) x 2,4
Gewicht: 980 g
Absolute Breite: v.62mm, h.61mm
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5
Schotter:
Wald,Wurzel, Erde:
Felsig:
Nässe:
Tracktion:
Dämpfung:
Rollwiderstand:
Montage:
Einsatzgebiet:
Tour Enduro
Tour
Enduro
Sport
Enduro
Race
Fazit:
Die Maxxis DHF und DHR sind die ausge-
wogensten Reifen im Test, er rollt gut
kommt im Nassen fast an den Baron Pro-
jekt ran, kommt auf Schotter und felsigem
Untergrund sehr gut zurecht. Daher wird er
auch von vielen Enduristi geliebt.
Michelin
Wild Rock'R2
27,5’’+ 29’’ x 2,35’’
Gewicht: 1050 g
Absolute Breite: 59 mm
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Schotter:
Wald,Wurzel, Erde:
Felsig:
Nässe:
Tracktion:
Dämpfung:
Rollwiderstand:
Montage:
Einsatzgebiet:
Tour Enduro
Tour
Enduro
Sport
Enduro
Race
Fazit:
Man merkt wo der Reifen herkommt, dass
ist ein Reifen für den Megavalanche, der
Rock ´R´wie der Namen schon verrät mag
es felsig. Hat eine sehr stabile Karkasse
und ist auf festem Untergrund Zuhause.
Wurzeln und Schlamm ist nicht so sein
Ding. Da verliert man etwas die Kontrolle.
Hinten mehr als vorne, vielleicht bei Nas-
sen Bedingungen sollte man die Magic X
Mischung auch hinten fahren. Sonst rollt er
sehr gut und ist ein stabiler Wettkampfrei-
fen für die Südlichen und westlichen Alpen
und Hochgebirge, wenn es trocken ist.
Schwalbe
Magic Mary
27,5’’(29’’) x 2,4’’
Gewicht: 1100 g
Absolute Breite: 59 mm
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Schotter:
Wald,Wurzel, Erde:
Felsig:
Nässe:
Tracktion:
Dämpfung:
Rollwiderstand:
Montage:
Einsatzgebiet:
Tour Enduro
Tour
Enduro
Sport
Enduro
Race
Fazit:
Der Schwalbe Magic Mary, ist auch ein
sehr guter Allroundreifen, der im Test keine
Schwächen gezeigt hat. Leider hatten wir
noch nicht die Addict Mischung, die ja
nochmal was an Preformance obendrauf
legen soll. Im Rollwiderstand konnte er
nicht ganz mithalten.




