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selbstständig im Gelände bewegt. Zum Schluss war eigentlich alles dabei, Freerider und

Freestyler, 8 Mädels und 8 Jungs, eine gemischte Gruppe aus jungen Leuten, die einfach

gerne in den Bergen unterwegs ist.

Getroffen haben wir uns alle in meinem Heimatdorf Klösterle am Arlberg. Die Gemeinde

hat mir großzügiger Weise den Turnsaal zur Verfügung gestellt. Der auch die nächsten

zwei Tage unsere Base war. Die Anspannung bei mir und Fabi war natürlich groß, als am

Donnerstag die ersten Teilnehmer eintrudelten. Gott sei Dank haben sich alle auf Anhieb

gut verstanden – die erste Hürde zu einem tollen Camp war genommen und einem ein-

zigartigen Erlebnis für unsere Teilnehmer stand also nichts mehr im Weg! Am nächsten

Tag bewältigten wir nach dem Sicherheits-und Equipment -Check unseren ersten Gipfel

mit Tourenski. DieWildebene ist ein bekannter Tourenberg bei uns amArlberg. Mit seinen

2570hm setzt er aber schon ein gewisses Können und eine gute Kondition voraus. Wir

waren sehr überrascht, dass jeder schon mal mit Fellen unterwegs war und es zu keinerlei

„gröberen Ausfällen“ beim Anstieg kam. Belohnt wurden dann mit einer wahnsinns Ab-

fahrt durchs Verwalltal bei perfekten Schneebedingungen und imAbendlicht. Obwohl es

ein anstrengender langer Tag war, fehlte nie nur ein Funken an Motivation. Es war schön

zu sehen, wie die jungen Leute auch schon mit ihren 16Jahren sich für das Gleiche mo-

tiviert fühlten und man konnte ein bekanntes Funkeln in ihren Augen sehen.

Nach dem ausdauernden ersten Tag, aber mit einer zufriedenen Müdigkeit und einem

Grinsen im Gesicht, befassten wir uns am folgenden Tag intensiv mit der Lawinen-und

Sicherheitsthematik am Berg. Ein sehr wichtiges Thema. Zusammen mit der Bergrettung

Klösterle und meinem Bruder,Thomas, simulierten wir einen Lawinenabgang mit drei Ver-

schütteten, zogen Airbag Rucksäcke und gaben den TeilnehmerInnen das nötige Know-

How, um im Ernstfall bereit zu sein, schnellstmöglich handeln zu können.

Nachdem wir die ersten zwei Nächte imTurnsaal in Klösterle übernachtet hatten, machten

wir uns am dritten Tag gut vorbereitet auf den Weg zur Kaltenberghütte auf. Der Anstieg

zur Hütte war mit dem ganzen Gepäck zum Glück nur 30min lang, es ist mehr traversieren,

trotzdem musste jeder seine eigene Verpflegung und Equipment tragen.Was man hier si-

cher sagen kann, der Empfang ist dort oben eher schlecht, aber die Leute hatten auch

gar kein Bedürfnis nach dem Smartphone zu greifen.Wir waren einfach dort in dem Mo-

ment. Eigentlich, was wir mit dem Camp erreichen wollten.Verboten haben wir es keinem.

Es war für alle das Geschehen vor Ort viel interessanter, als die künstliche virtueller Welt,