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RUMÄNIEN

Die Erkundung des Gebietes starteten wir mit der Durchquerung des zwei

Kilometer langen Tunnels der Transfăgărășan-Hochstraße, welchen wir

dank der freundlichen Unterstützung von MyTinySun nicht im Dunkeln

durchwandern mussten. Eine untypische, aber sehr angenehme Art und

Weise um auf die andere Seite eines Berges zu gelangen. Auf der anderen

Seite angekommen konnten wir die eingeschneiten Verbauungen der

Straße erkennen, die sofort in die Abfahrt involviert wurden. Am Ende un-

seres Sichtfeldes sahen wir ein ehemaliges Hotel, das Opfer der Flammen

wurde und eine Bergwacht der rumänischen Bergrettung. Wir kämpften uns

durch den böigen Wind, suchten Schutz in den Ruinen des ehemaligen Ho-

tels. Am Weg dorthin sahen wir Bärenspuren, die die verschneite Straße

querten. Vom Kampf gegen den anhaltenden stürmischen Wind ermüdet,

kehrten wir schließlich um zur Gondel auf der anderen Seite des Berges.

Vor der Reise hatten wir bereits einige Kontakte geknüpft, um auch tatsäch-

lich die besten Abfahrten des Gebietes zu finden, und darum trafen wir am

Abend des Tages den ortsansässigen leidenschaftlichen Snowboarder Ju-

lius. Wir genossen den Sonnenuntergang auf der Terrasse seiner Holzhütte

direkt vor der Skyline der Karpaten und verbrachten die Nacht gewärmt

vorm Kaminfeuer. Strom, Kanalabschluss und ebenso Zentralheizung gab

es im trauten Heim nicht. ZumAbendessen gab es Gegrilltes – was für eine

Überraschung.

Die folgenden Tage verbrachten wir mit Julius, der uns die besten Aufstiegs-

sowie Abfahrtsmöglichkeiten in Balea Lac zeigte. Als Highlight unserer Reise

hatte er sich noch etwas Besonderes aufgehoben: Ein reicher Bekannter,

der mehr als Hobby als aus geschäftlichen Gründen Heliskiing im Gebiet

von Balea Lac anbietet, hatte noch Platz auf einigen seiner Flüge. Aus der

Helikopter-Kabine genossen wir die atemberaubende Schönheit der Berge

und noch mehr die anschließenden unverspurten Abfahrten.

Jeder Tag geht zu Ende, so auch leider unser Heli-Tag in Balea Lac und

unsere Reise durch Rumänien. Auf den sich in etwas zweifelhaftem Zustand

befindenden Straßen machten wir uns schließlich auf den Weg Richtung

Heimat. Unglaublich, wie lang es dauert, um so kurze Distanzen zurück zu

legen…

Die Erlebnisse und unberührte Natur des Făgăraș-Gebirges werden uns

noch lange in Erinnerung bleiben.An dieser Stelle möchten wir uns herzlich

für die Unterstützung bei HYMER, MyTinySun, Out Of Goggles und Drift

Innovation für die Unterstützung unserer Reise bedanken.