Seite 52 | BERGSTOLZ Ski Magazin Dezember 2015
RIDERPROFILE
RIDER PROFILE
Alter:
34
Beruf:
Skilehrerin
Heimatstadt:
Cortina d’Ampezzo, Italien
Homespot:
Verbier
Lieblingsspot:
Chamonix
Sponsoren:
KÄSTLE, The North Face, Scarpa,
Smith Optics,
Erfolge:
2. Derby de la Meije 2004 & 2005
(Telemark)
2. Verbier Ride 2005
1. Helly Hansen Derby Chamonix 2005
1. O’Neill Xtreme Verbier 2006
Red Bull Tribal Quest Award Nendaz 2007
2. Nissan Arcitx Tamok Lappland 2007
6. FWT Mammoth 2008
2. FWT Tignes 2008
5. FWT 2008 overall
Expeditionen:
Mariano Moreno, Patagonien (3.400m)
Reddomaine, China (6.112m)
Cordillera Blanca: Ischinca (5.530m),
Yanapaccha (5.460m), Pisco (5.752m)
Ecuador: Cotopaxi (5.897m),
Illiniza Sur (5.248m), Illiniza Norte (5.126m)
Chamonix: North Face Tour Noir,
Spencer Couloir, West Face Mt. Blanc
Website:
www.giuliamonego.comGULIA
MONEGO
„Beim Freeskiing kann ich mich im Schnee ausdrücken“
In Venedig geboren pendelte Giulia Monego schon in ihren ers-
ten Lebenswochen zwischen der Lagunenstadt und den Ber-
gen von Cortina d’Ampezzo hin und her. „Skifahren war mir
also nicht in die Wiege, sondern quasi auf denWeg gelegt wor-
den und ich liebte das Spiel in den Bergen und mit Schnee von
Anfang an.“ Bis sie 13 Jahre alt war, hielt sie allerdings die
Schule mehr oder weniger in Venedig fest, dann war klar, dass
sie in Cortina leben und dort weiter zur Schule gehen wollte.
Klassisch für einen Olympia- und Weltcuport begann Giulias
Karriere imalpinen Skizirkus. Müde vomTrainings- und Renn-
stress, schloss sie aber 2001 dieses Kapitel ihres Lebens. „ Ich
wollte das Skifahren von einer anderen Seite kennenlernen
und begann mit dem Telemarken.“ Anstatt Pistenregeln und
Stangenwald hieß es fortan für Giulia „Free heel, free the
mind“. Dazwischen studierte sie Tourismus in Mailand und
machte die Skilehrerausbildung. Weitere Inspiration, Motiva-
tion und eine neue Winterheimat fand sie in Verbier, wo sie ab
2003 als Skilehrerin arbeitete. „Der Freeride Spirit und die
Berge hier in Chamonix sind unglaublich. Mann kann förmlich
in die faszinierende Welt des Freeridens eintauchen.“ Mit dem
Sieg beimVerbier Extreme 2006 machte sie sich einen Namen
und holte sich selbst auch mal die Bestätigung für ihre Leis-
tungen. „Die schönsten Gefühle und Anerkennungen entste-
hen für mich aber nachwievor außerhalb des
Wettkampgeschehens.“
Beim Freeskiing fühlt sich Giulia nicht nur besser, sie kann
sich im Schnee ausdrücken – ein Lifestyle, der ganz zu ihrer
Persönlichkeit passt. Die Liebe zu den Bergen hat ihr die Mög-
lichkeit gegeben, jede Jahreszeit mit dem jeweiligen Charakter
der Natur zu erleben. Mit Klettergurt, Seil, Bike oder Gleit-
schirm im Sommer, mit Ski, Steigeisen und Pickel im Winter
holt sie für sich das Beste aus der Umgebung heraus. Dabei
verrückt sie ihre eigenen Grenzen immer etwas mehr Rich-
tung Abenteuer, um neue Herausforderungen zu finden.
Giulia engagiert sich auch ehrenamtlich für die NGO Sum-
mit4Kids, sie verbringt viel Zeit in den Bergen dieser Welt und
versucht Brücken zu bauen, zwischen ihrer Welt und der jener
Kinder, die keine guten Perspektiven haben, die Angst um ihre
Sicherheit habenmüssen und nicht wissen, ob und wie sie den
Tag überleben. „Bei Summit4Kids werden alpinistische Pro-
jektemit Spendenaufrufen für Kinderprojekte in demLand, wo
die Expeditionen hinführen, verknüpft, was mir ein große An-
liege ist!“
.
Portrait: Jakob Schweighofer
Action: unten: Jakob Schweighofer
oben: Christian Pondella




