HINTERGLEMM
Freeride Mekka Fieberbrunn vereint. Südlich von Saalbach und Hinterglemm erschließen sich mit dem Löhners-
bach Tal Richtung Saalbachkogel unzählige Varianten, die entweder direkt aus dem Tal oder auch vom Skigebiet
aus mit Fellen erschlossen werden können. Mit diesen Tälern wird die Region auch später in der Saison noch
höchst interessant für uns Freerider, die die spektakulären Hänge vielfach nördlich exponiert sind und uns so
auch bis ins Frühjahr hinein mit feinstem Powder empfangen. Generell bleibt aber festzuhalten, dass in dieser
Region mit Gipfeln von unter 2200m die beste Freeridezeit mit Ende März vorüber ist.
Weiters gilt es nach dem Zusammenschluss natürlich die neuen Freeride Hänge zu erkunden, deren Einstiege
durch die neue Verbindungsgondel optimal zu erreichen sind und deren Auslauf direkt zurück zur Tirol S Gondel
führt. Beispielsweise die Ostflanke der Hochalmspitze, auf der sich 2016 erstmals die Freeride Juniors der World-
tour maßen. Für jeden ambitionierten Freerider ein neues Highlight in der Region gespickt mit unterschied-
lichsten Features, das mit kurzem Aufstieg von der Hochalm Sesselbahn erreicht werden kann.
Besonders an vom Föhn geprägten Tagen ist das Glemmtal eine exzellente Alternative zu den meisten Salzburger
oder Tiroler Regionen. Denn durch die Ost-West orientierte Lage ist es deutlich weniger anfällig für die warmen
Südwinde. Beim ersten Schritt aus der Gondel des Schattberg-Xpress zeigt die Alpenpracht Saalbach Hinter-
glemms ihr ganzes Potential. Verspieltes Gelände in direkter Liftnähe und massive, steile Nordflanken majes-
tätischer Gipfel in der Ferne. Ein wahres Big Mountain und Touring Paradies. Doch Vorsicht Schutzzone: Ein
paar Flanken, wie die Nordostseite des Westgipfels, sind fürs Freeriden gesperrt!
Für diejenigen, denen die Varianten auch etwas länger werden dürfen, hat das Skigebiet eine Route vom Schatt-
berg-West bis hinunter nach Hinterglemm ausgeschrieben. Eine elegante Möglichkeit um von Saalbach nach
Hinterglemm zu pendeln. Mit Fellen bewaffnet kann diese noch mit einem Aufstieg zum Stemmerkogel verlän-
gert werden. Schon von der Westgipfelhütte aus lacht der Gipfel unverhohlen entgegen. Am Gipfelkreuz des
Stemmerkogels angelangt überwältigt der weite Blick herüber zum Alpenhauptkamm, der vom Kitzsteinhorn
markant gekennzeichnet wird. Der Stemmerkogel ist aber mit Vorsicht zu genießen, da der Berg nordseitig sehr
steil abfällt. Die westseitige Abfahrt jedoch lädt zu entspannten Powderturns im Sonnenuntergang ein und
führt direkt hinunter in Richtung der Westgipfel-Skiroute, über die man in den Genuss von stolzen 1100 un-
präparierten Höhenmeter Geländeabfahrt bis zum Ortskern vom Hinterglemm kommt.
ABSEITS DES ABSEITS:
Natürlich gibt es auch ein Abseits des „Abseits-Skifahren“ (altdeutsche Formulierung
für Freeriden). Den meisten kommt bei dem Namen Saalbach schnell der Ö3-Pistenbully und Klischee Aprés-Ski in
den. Aber weit gefehlt. Es gibt Visionäre in der Region, die ein neues Zeitalter einläuten. Allen voran Huwi und
BERGSTOLZ Ski Magazin NOVEMBER 2016 | Seite 35




