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JÉRÉMIE HEITZ | Riderprofile


Jeremie Heitz riderprofil

“Alles zu seiner Zeit”

Alter: 28
Homespot: Les Marécottes / Switzerland
Beruf: Landschaftsgärtner
Sponsoren: Mammut / Redbull / Audi / Scott / Reusch / Vallée du Trient / Pomoca
Highlights: « La Liste » redéfining steep skiing
2. Platz FWT 2015 Overall
3. Platz FWT 2014 Overall
Media: www.jeremieheitz.com

1989 in einem kleinen Ort im Wallis geboren, fand sich Jérémie Heitz mit drei Jahren auf Skiern wieder. Ziemlich schnell wurde er Mitglied des örtlichen Skiclubs und auch sein Talent zeigte sich bald. Er begann Rennen zu fahren. Nach drei Jahren im FIS Rennzirkus beendete er seine „kleine Skikarriere“ allerdings und wandte sich dem Freeriden zu. „Das ist einfach passiert. Mit 17 Jahren stand ich auf einmal am Gipfel des Bec des Rosses um das Xtreme Verbier zu eröffnen. Das war der Startpunkt für meine sechs Jahre in der Freeride World Tour.“

Jeremie Heitz riderprofil

Jérémies Jahre auf der FWT kann man getrost als erfolgreich bezeichnen: Gesamt-Vierter 2013, Dritter 2014 und Vizeweltmeister 2015. Einem breiten Publikum wurde er aber durch sein erstes Filmprojekt „La Liste“ bekannt: Wie er mit wahnsinnigem Speed 50 Grad steile Flanken hinunter heizt, hat schlicht und ergreifend beeindruckt.

Das Projekt hat mir schon eine Zeit lang im Kopf herum gespukt. Ich wollte die Entwicklung des Steilwandskifahrens auf den schönsten 4000ern zeigen“, erklärt Jérémie seine Idee hinter La Liste. Wenn man ihm im Film zusieht, drängt sich der Gedanke fast auf, dass dieser Skifahrer hier keine Zweifel und Ängste kennt. „Natürlich gab es die. Im letzten Jahr des Filmdrehs, im April, waren wir uns überhaupt nicht sicher, ob wir genug ‚Rush‘ hatten, um einen schönen Film heraus zu bringen. Es fehlten noch etliche Actionaufnahmen und das Drumherum, um die Geschichte zu erzählen.“ Außerdem ist es kaum zu glauben, dass auch Jérémie Heitz nervös sein kann: „Doch, natürlich bin ich auch mal nervös oder habe Angst. Ich denke aber, dass du sie besiegen kannst, wenn du dich selbst gut kennst. Wenn man seine Ängste analysieren kann, dann kann man meiner Meinung nach viele gefährliche Situationen vermeiden.“

Mit „La Liste“ setzte der Hype um Jérémie Heitz ein. „Mein Leben hat sich schon sehr verändert, die Leute schauen viel stärker auf mich und meine Skikarriere.“ Aber auch seine persönlichen Prioritäten und Ziele haben sich verändert: „Ich möchte in der kommenden Saison mehr Video- und Fotoproduktionen machen. Deshalb fahre ich auch auf der Freeride World Tour nicht mit.“ Die vergangene Saison ist mental und physisch für ihn nicht nach Wunsch gelaufen, auch wenn Jérémie durchaus bewusst ist, dass es auch schwierige Phasen geben muss. „Ich habe aber beschlossen, mich voll und ganz auf meine zukünftigen Projekte zu konzentrieren. Ich will noch viel höher Skifahren!“

Seiner Faszination für das Skifahren wird das keinen Abbruch tun: „Es fasziniert mich, dass man sich zwei Holzbretter unter die Füße schnallen und sich damit in den Bergen bewegen kann. Und das mit irrem Speed, und mit Sprüngen… Mit Skiern kommt man an Orte, die man im Sommer gar nicht erreichen kann“, versucht Jérémie das Gefühl in Worte zu fassen. „Andererseits haben die Berge auch eine dunkle Seite. Sie können uns in gefährliche Situationen bringen oder uns unsere Freunde zu früh nehmen.“

Jeremie Heitz riderprofil

Trotzdem liebt Jérémie die Natur, die Berge und das Skifahren. „Wenn ich nicht Skifahrer wäre, dann wäre ich wahrscheinlich Landschaftsgärtner oder Bergführer. In jedem Fall wäre ich draußen!“ ist er sich sicher. Und Familie? „Irgendwann vielleicht, wieso nicht? Vorher muss ich aber zuerst mein Haus fertig bauen“, lacht er. „Im Moment nimmt das Skifahren aber noch einen zu großen Raum in meinem Leben ein.“ Alles zu seiner Zeit also. Ein ruhiges Leben als Landschaftsgärtner kann man sich für Jérémie Heitz allerdings kaum vorstellen.

PPR/Mammut/Tero Repo




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