bergstolz

Issue No. 89

Bergstolz Issue No 89

Aktuelle Ausgabe E-Paper

editorial

cover nr89

Letzte Woche hab ich die volle Ladung „Rennsport“ beziehungsweise „Nachwuchs“ abbekommen: Am Dienstag war Peter Schlickenrieder – laut Visitenkarte derzeit der „Teamchef Skilanglauf“ bei der DSV Leistungssport GmbH - zu Gast in der Redaktion und dann lud abends noch unser lokaler Skiverein zum Krisenmeeting - Thema: „Fehlende Unterstützung der Eltern bei der Nachwuchsarbeit“. Am Samstag saß ich dann mit Stefan Häusl – ehemaliger FWT Athlet und derzeit Jugend Freeridetrainer beim Ski-Club Arlberg – im Lift in Kappl beim ersten Tourstopp der Open Faces Freeride Contests. Parallel dazu starten wir gerade eine Serie mit den „Daddies on Ski“ Matthias Haunholder und Bernd Krainbuchner, die sich seit dieser Saison um den Freeride-Nachwuchs beim Kitzbüheler Ski Club kümmern.

Und bei allen Gesprächen geht es eigentlich ums gleiche: Ist Vereins-Skifahren immer Rennen fahren, was ist der Zweck der Vereine und des DSV, wann macht es frühestens Sinn mit Kindern und Jugendlichen profimäßig zu trainieren, muss ein Hang für ein U12 Rennen am Vortag vereist werden, und sollte es neben der „Renngruppe“ auch noch eine „Breitensportgruppe“ oder sogar (und Österreich ist uns skitechnisch da wieder mal voraus) eine Freeride und Freestyle Gruppe geben? Klar sollte sein, dass die Kinder da die Richtung vorgeben müssen. Wenn man selbst den nächsten Felix Neureuther zu Hause hat und der voll motiviert an die Sachen „Rennen“ rangeht, sollte man als Eltern alles tun, um den Filius zu unterstützen und zu fördern. Was tut man aber mit Kindern, die vielleicht keine Slalom- oder Riesenslalomrennen fahren wollen. Oder nicht ganz das Potential für die „Renngruppe“ haben, oder verletzt sind oder einfach „keinen Bock“ mehr haben, weil sie es uncool finden oder gerade die Videos von Fabio Wibmer viel interessanter sind als in den Ferien morgens um 6.00 Uhr Richtung Gletscher aufzubrechen, weil da die Bedingungen noch „hart genug fürs Training“ sind?

Aus meiner Sicht ist Skifahren viel, viel mehr als rote und blaue Stangen im Wechsel möglichst schnell zu durchfahren. Und Skivereine und Clubs sollten mehr bieten, als reines Renntraining. Natürlich geht es auch nicht, dass die Vereine die Arbeit der Skischulen übernehmen, aber sich rein auf alpinen Rennlauf zu konzentrieren, ist im Jahre 2020 doch etwas rückständig. Für mich geht es beim Skifahren um so viel mehr – und das sollten wir versuchen, den Kindern zu vermitteln! Und für all die (über)motivierten Skieltern: Bei den letzten beiden Olympischen Spielen war ein Snowboard-Freestyler der bestverdienenste Athlet. Und bei den weltweiten Einschaltquoten liegt sogar Curling noch vor den alpinen Bewerben.

Ski on!

Aktuelle Ausgabe als E-Paper
 

News

Bergstolz fragt Werner Zanotti…

„Im Mittelpunkt stehen der Gast und seine Sicherheit“ Jeden Tag ein...

20. Mai 2020

Bergstolz fragt Sabine Höll / …

„Wir stellen uns jeder Herausforderung“ Die aktuelle Corona-Situation stellt auch an...

20. Mai 2020

Bergstolz fragt Mike Frei / Gr…

„Ich bin überzeugt, dass es trotz allem ein guter Sommer...

20. Mai 2020

Bergstolz fragt Kerstin “Rosie…

„Unser Team hat richtig viel zu tun“ Seit nunmehr eineinhalb Monaten...

18. Mai 2020

Bergstolz fragt Martin Stolzen…

„Freiheit beginnt nicht erst in den Bergen, sondern direkt vor...

15. Mai 2020

Bergsport & COVID-19 - Lei…

VAVÖ-Leitfaden für Bergsport in Zeiten des Coronavirus. Die Bedeutung von Eigenverantwortung...

15. Mai 2020

Events

Exploristas Sommer-Update

Workshops, Kurse, Camps - von Frauen für Frauen Du gehst gerne...

17. Juni 2020

Freeride und Safety Follow Up …

Das Freeride & Safety Camp geht in die zweite Runde Das...

16. Dezember 2019

Powder Department Family Days …

Powdern für Groß und Klein Mit Profis raus ins Gelände, lernen...

12. November 2019

Kästle Powder Department Ladi…

Neue Herausforderungen gemeinsam meistern Freeriden ist längst keine Männerdomäne mehr, immer...

24. September 2019