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BIKETEST | BREMSEN


Ankertreffen

Bei den Bremsen hat sich in letzter Zeit einiges getan. Wir hatten die Möglichkeit, drei der besten Modelle zu testen.

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Magura kommt mit einer völligen Neukonstruktion der Gustav-Baureihe auf den Markt. Im Test haben wir die Gustav Pro mit großen 203-mm-Bremsscheiben vorne und hinten im Einsatz. Die Gustav Pro verfügt über ein völlig neues Leitungssystem, das „Easy Link“ heißt. Muss die Leitung nicht gekürzt werden, steckt man sie einfach in den Bremshebel – sie wird automatisch über eine Spange eingerastet, und fertig. Wenn die Leitung gekürzt werden muss, gibt es schraubbare Hülsen und Stifte, die kinderleicht auf die gekürzte Leitung aufgesetzt werden – und das, ohne Luft in das System zu bringen. Genial einfach, sodass selbst der Nichtfachmann die Bremse problemlos montieren kann.

 Sram hat mit der Maven-Baureihe ebenfalls eine ganz neue Bremse am Start. Wir hatten die Maven mit 200-mm-Bremsscheiben vorne und hinten im Test.
Zuletzt gibt es auch Neues von Shimano: Mit der neuen Komplettgruppe XT wurde auch die Bremse überarbeitet. Eine dickflüssigere Bremsflüssigkeit (sie soll für mehr Bremsdruck sorgen) und ein leicht veränderter Bremshebel sollen bessere Ergebnisse ermöglichen. Die Shimano-XT-Bremse ist gegenüber den beiden anderen Modellen wesentlich schlanker und filigraner. Das macht sich natürlich beim Gewicht bemerkbar – sie ist mit Abstand die leichteste Bremse im Test.

Ob die Änderungen genügen, um der erstarkten Konkurrenz Paroli zu bieten, wird sich im Test zeigen.

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Magura Gustav Pro

Für frischen Wind sorgt die neue Gustav Pro von Magura, die komplett überarbeitet wurde. Sie besteht aus einem Bremssattel, der aus einem Stück gefertigt ist, sowie aus Bremskolben, die in der Neukonstruktion größer ausfallen. Das Easy-Link-System ermöglicht zudem ein unkompliziertes Entlüften und Leitungskürzen.

Im Praxistest zeigt sich die Bremse zunächst unauffällig und nicht übermäßig bissig. Besonders hervorzuheben sind die sehr gute Dosierbarkeit und die beeindruckende Leistung, die die Bremse entfaltet. Wer mehr Power benötigt, bekommt sie prompt: Die Bremskraft lässt sich über den Bremshebel äußerst feinfühlig steuern – so erlebt man weder plötzliche Überraschungen noch ein unerwartet blockierendes Rad. Gerade bei Nässe erweist sich diese Eigenschaft als klarer Vorteil. Ob Profi oder Gelegenheitsfahrer – die Gustav Pro überzeugt mit starker Performance und nahezu grenzenloser Power. Das Easy-Link-System ist super – einfacher kann Leitungskürzen und entlüften nicht sein.

www.magura.com

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Shimano XT

Die Shimano XT 4 Kolbenbremsanlage ist der Dauerbrenner unter zählt zu den zuverlässigsten Bremsen. Sie wurde in der neuesten Ausführung etwas überarbeitet. Der Bremshebel wurde mit einem neuen Drehpunkt versehen, der näher am Lenker liegt und somit soll sich Ergonomie verbessern. Die Mineralöl-Bremsflüssigkeit besitzt eine niedrigere Viskosität (ist dünnflüssiger), ist dadurch hitzebeständiger und gewährleistet einen konstanten Druckpunkt. Das „Wandern des Bremsdrucks“ soll so der Vergangenheit angehören.

Im Fahrbetrieb kann die Shimano XT Bremse mit Ihrer Zuverlässigkeit punkten, in Sachen Bremspower kann Sie nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten, hat aber für den normalen Einsatz genügend Power. Bei Nässe ist es von Vorteil, dass sie nicht so giftig ist und ist so leichter handzuhaben. Die Bremsentlüftung hat uns bei der alten XT-Bremse besser gefallen, da man den Entlüftungsschlauch auf einen Nippel gestülpt hat. Nun muss man den Schlauch in ein Loch stecken, da sitzt er aber nicht so fest und kann rausflutschen. Wer eine Bremse will, die zuverlässig geht und nicht den Anker auf der letzten Rille schmeißen will und dazu noch Gewichtsjunkie ist (die XT ist mit Abstand die leichteste Bremse im Test) der ist hier genau richtig. Schwerere Fahrer sollten auf größere Scheiben und Sinterbeläge gehen. Dies erhöht nochmal die Bremspower.

www.Bike.shimano.com

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Sram Maven Silver

Die neu entwickelte Bremse von Sram kommt mit einem vierfach verschraubten CNC-gefrästen Bremssattel, der für zusätzliche Steifigkeit sorgt. Dazu gibt es größere Bremskolben und Mineralöl als Bremsflüssigkeit. Das überarbeitete Entlüftungsset ist nun mit schraubbaren Stiften ausgestattet, was Servicearbeiten deutlich erleichtert. Erhältlich ist die Maven in drei Ausführungen: Ultimate, Silver und Bronze.

Im Praxistest hat uns die Bremse mit ihrer enormen Power regelrecht geflasht. Allerdings ist es auch Geschmacksache: Racer werden die Giftigkeit und das direkte Ansprechen der Bremse lieben. Aber es erfordert eine sehr feinfühlige Dosierung – ein unbedachter Griff in den Hebel kann schnell im Abflug über den Lenker enden. Die Maven setzt daher eine gewisse Erfahrung und eine saubere Bremstechnik voraus. Auf der 8 Kilometer langen EDR Enduro Stage, unserer Teststrecke, wurde die Bremse extrem belastet. Die Maven ging dabei nicht in die Knie und funktionierte klaglos. Bei Nässe ist jedoch Vorsicht geboten, durch die Giftigkeit packen die Beläge kompromisslos zu. Tipp: Sieh dir hierzu auch die Bremsentuning-Empfehlungen von Sram an. Wir empfehlen die Maven besonders für schwere Fahrer, die maximale Bremskraft benötigen, sowie für Racer, die eine aggressive Bremse bevorzugen. Viele Biker haben genau auf so ein Modell gewartet. Für Einsteiger ist sie jedoch nur eingeschränkt geeignet – es sei denn, man geht auf kleinere Bremsscheiben (siehe auch Bremsentuning).

www.sram.com

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