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editorial

cover nr96

Endlich sieht man Licht am Ende des Tunnels! Schauen wir kurz vier, fünf Wochen in die Zukunft: In Österreich und Italien ist dank der Öffnungen von Mitte Mai wieder Bikeurlaub möglich, das Reisen innerhalb Europas ist wieder einfacher. Die Bikeregionen haben sehnlichst auf uns gewartet, aller Ortens kehrt nach und nach wieder mehr Normalität ein. Die Massen an Erholungs- und Actionsuchenden auf den Trails in Bayern verteilen sich wieder stärker auf den gesamten Alpenraum, die sehr aufgeheizte Stimmung entspannt sich deutlich.
Jetzt lässt sich vielleicht wieder einfacher – entspannter – der Dialog mit-einander finden in Sachen Naturschutzgesetzesänderung. Dass nicht alleine die Biker für die Schäden im Wald und auf Wanderwegen verant-wortlich sind, das ist klar. Es waren in der Coronazeit einfach zu viele Leute unterwegs und darunter leidet die Natur. Die Hoffnung lebt, dass hier ein Kompromiss gefunden werden kann und nicht – wie so oft – wir Biker rigide Einschränkungen hinnehmen müssen.
Es scheint, dass nicht nur in der Coronakrise Konzepte fehlen, auch in der Kanalisierung von Mountainbikern und anderen Bergsportlern vermissen wir oft zielführende Maßnahmen. Ein Beispiel: Ein Bikepark in der Spitzingseeregion. Der Skibetrieb ist dort heuer komplett ausgefallen. Da sollte doch ein Umdenken oder die Suche nach neuen Konzepten, die die üblichen, eingefahrenen Bahnen mal verlassen, stattfinden. Die Bahnbetreiber sollten sich Gedanken machen, wie sie sich wirtschaftlich breiter aufstellen können. Fünf Jahre lang habe ich versucht, hier einen Ansatz für einen Bikepark zu finden. Aber das habe ich inzwischen aufgegeben, wie etliche andere auch. Obwohl es unbestritten so wichtig wäre, den Bikeransturm zu kanalisieren, kommt von den allermeisten beteiligten Parteien immer noch große Ablehnung. Aber gerade die „Leitung“ verschiedener Interessensgruppen am Berg wäre gut für die Umwelt und für ein eingängiges Miteinander und Nebeneinander!
Und gerade für die Jugend wäre es jetzt extrem wichtig, Alternativen zum Handy und Computerspielen zu haben! Besonders in Zeiten von Home-schooling und Social Distancing! Hier ist auch die Politik – auf allen Ebenen – in der Verantwortung, neue Konzepte zu entwickeln bzw. bestehende Ideen zu unterstützen und zu fördern. Aber leider mahlen die Mühlen hier viel zu langsam.
Also freuen wir uns auf die Öffnungen der Bikeparks im benachbarten Ausland und fahren wieder, mit Kind und Kegel nach Österreich, Italien oder in die Schweiz. Einen schönen Gruß an die Co2 Bilanz!
Wo auch immer! Wir wünschen Euch schönen Start in die Bikepark- Saison 2021.

Brakes off!

Günter

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