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Kick The Vik Eco Freeride Tour Stop Tavascan mit spannendem Wochenende

Der erste Kick The Vik Eco Freeride Tour Stopp (EFT) in der Wintersaison 2014/2015 fand im katalonischen Tavascan statt. Heftige Schneefälle, Stürme und extreme Temperaturschwankungen zwangen das Organisationsteam der Eco Freeride Tour zu sehr flexiblen Planänderungen. Aus einem dreitägigen Hütten Event mit weiten Powderabfahrten wurde ein knackiges anderthalbtägiges Freerideprogramm in den wilden Pyrenäen.

150309 EFT tavascan markus boss 031Eine Woche vor dem ersten EFT Stopp in den katalonischen Pyrenäen zeichnete sich ein schneereiches Event-Wochenende im spanischen Tavascan ab. Während der Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Chur (CH) nach Lleida (ES) erreichte das Organisationsteam die unglaubliche Nachricht des örtlichen Bergführers Pau Gomez: Zweiundeinhalb Meter Neuschnee im Skigebiet Tavascan auf einer Höhe von 1.725 m. Der Zugang zur Hütte Refugi de la Pleta del Prat ist gesperrt, welche der Ausgangspunkt für das anstehende dreitägige Freeride Event mit Contest, Workshops und gemütlichen Hüttenabenden unter Gleichgesinnten sein sollte.

Das Basislager für die zweitägige Vorbereitungszeit vor Ort wurde kurzerhand in das Dorf von Tavascan verlegt: In das Hotel Llacs de Cardos in Tavascan Dorf, welches das einzig geöffnete Hotel in dieser Zeit ist.

150309 EFT tavascan markus boss 054Zeitlich wurde der Eventstart auf den, landestypisch späten, Abend verschoben. Am folgenden Tag grub der lokale Bergführer Pau Gomez Schneeprofile im Gebiet. Nach Rücksprachen mit den Bahnverantwortlichen wurde entschlossen, den Contest an der Refugi durchzuführen. Transporte für die eintreffenden Teilnehmer wurden organisiert, um nach dem Riders Meeting zur Hütte zu fahren. Während der Begrüssung der eintreffenden Teilnehmer aus der Schweiz, Österreich, Tschechien, Holland und Spanien, erreichte die Nachricht des leitenden Sicherheitschefs des Gebiets den Bergführer Pau Gomez, dass eine massive Lawine die Talstation des Ankerlifts zerstört und den Sessellift unter einer sechs Meter hohen Lawine verschüttet hatte. „Um das Skigebiet und die Infrastruktur zu sichern, wurden die steilen Hangpassagen im Einzugsgebiet der Bergbahn mit Lawinenkanonen beschossen. Wir haben den kritischen Hang vier mal beschossen mit leichten Lawinenabgängen im oberen Teil. Der finale fünfte Schuss löste den ganzen Hang und massive Grundlawinen rollten über die Pisten und die Liftanlagen," so der Direktor der Bergbahn in Tavascan.

150309 EFT tavascan markus boss 012Kurzerhand wurden die Teilnehmer in das Hotel in Tavascan umgebucht. Nach dem köstlichen Abendessen endete der aufregende Tag für die Teilnehmer gemütlich an der Hotelbar. Währenddessen finalisierte das Organisationsteam das alternative Eventprogramm mit einer Neuheit in der Eco Freeride Tour Geschichte: Ein Tree Skiing Contest (Waldabfahrt) im nahegelegenen, sicheren Gebiet Port – Ainé. Die 20-köpfige Gruppe inklusive Bergführer, Filmer, Fotografen und Organisatoren fellte die Tourenski oder Splitboards auf und stieg 300 Höhenmeter zum Start auf. Dank einer zügigen Durchführung des Contests stiegen die Teilnehmer in eine zweite Waldabfahrt auf, auf die anschliessend die Workshops folgten: Passend zur aktuellen Lawinensituation führten die lokalen Bergführer ein Sicherheitstraining durch, gefolgt von einer Lektion zu alternativen Abseilmöglichkeiten mit wenig Equipment.

Das traditionelle Ridersjudging wurde aus Zeitknappheit durch die Bewertung des EFT Teams ersetzt. Auf Grundlage der Videoaufnahmen jeder einzelnen Abfahrt ermittelte die Jury nach klassischen Freeride Kriterien die Gewinner. Während eines landestypischen Abendessens genossen die Teilnehmer die Gesellschaft neuer und bekannter Gesichter und freuten sich über ihre Platzierungen nach der Bekanntgabe.

 

Platzierung:
Männer:
1. Miroslav Kube (CZ)
2. Axel Blersch (AT)
3. Pau Lanzetta Porta (ES)

Frauen:
1. Janine Tschanhenz (AT)
2. Simone Feyerabend (CH)
3. Nina Blersch (CH)

150309 group

Die aussergewöhnliche und schwierige Situation forderte ein hohes Mass an Flexibilität, Gebietskenntnis und Hilfsbereitschaft. Mit den Partnern vor Ort und der herzlichen Bevölkerung fanden die Organisatoren eine optimale Unterstützung. Somit fand das Event für Teilnehmer, Organisatoren und Partner zu einen gelungenen Abschluss.

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