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Bergstolz fragt nach: Florian Phleps / Tirol Werbung

Bergstolz fragt nach: Florian Phleps / Tirol Werbung Tirol Werbung / Erich Spiess Bergstolz fragt nach: Florian Phleps / Tirol Werbung

„Ich denke, wir werden im Sommer vor allem Inlandstourismus haben“

Wir alle sind aktuell mit großen Einschränkungen unseres Alltags und Lebens konfrontiert. Wir haben die Corona-Situation zum Anlass genommen, eine tägliche Interviewreihe einzuführen, in der Rider, Fotografen, Touristiker, Bergbahner und viele weitere Menschen zu Wort kommen, die mit der Ski- und Bikebranche verbunden sind. Heute freuhen wir uns sehr, Florian Phleps, den Geschäftsführer der Tirol Werbung, bei uns im Talk begrüßen zu dürfen.

SportsMedien: Servus Florian, wie geht es Dir, Deiner Familie und Deinem Team?
Es geht uns allen gut, auch wenn die momentane Lage eine außergewöhnliche ist. Unsere berufliche Situation hat sich aufgrund von Homeoffice und Co. völlig verändert. Gleichzeitig bin ich positiv überrascht, wie gut das dank der Flexibilität und des Engagements aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter funktioniert.

SportsMedien: Wo bist du gerade und wie ist die Situation bei Dir?
Derzeit bin ich meistens daheim in Fieberbrunn, wo ich mir ein kleines Büro eingerichtet habe. Das hat den Vorteil, dass ich momentan näher bei der Familie bin. Dadurch verbringen wir mehr gemeinsame Zeit – wie zum Beispiel beim Frühstücken oder Mittagessen. Normalerweise bin ich unter der Woche in Innsbruck und nur am Wochenende zuhause. Derzeit fahre ich einmal wöchentlich für zwei Tage in die Firma. Meine Frau und die beiden Jungs genießen die aktuelle Situation daher sehr – auch wenn ich die meiste Zeit beim Arbeiten im Homeoffice verbringe. Aber der Papa ist trotzdem mehr für sie da.

SportsMedien: Anfang April in Tirol OHNE Corona – wie sähe es aus???
Das ist momentan kaum vorstellbar. Es wären mit Sicherheit viel mehr Menschen am Berg unterwegs, zumal wir im April bisher viele Tage mit traumhaftem Wetter hatten. In den höher gelegenen Skigebieten müssen die Bedingungen aktuell herrlich sein, auch Skitouren wären reizvoll. Die ersten Mountainbiketouren ließen sich ebenfalls genießen.

SportsMedien: Was siehst Du aktuell als die größten Herausforderungen, die auf Euch bzw. den Tourismus zukommen?
Der Tourismus ist von der aktuellen Krise und ihren Folgen am meisten betroffen. Sämtliche Betriebe – Beherbergung, Gastronomie, Seilbahnen, Freizeit- und Kultureinrichtungen – mussten kurzfristig zusperren. Die Herausforderungen sind daher massiv und vielfältig. Die beginnen bei der wirtschaftlichen Situation und reichen hin bis zur Ungewissheit, wann und in welchem Umfang ein Hochfahren der Branche möglich ist. Ebenfalls entscheidend ist, wie es mit dem Thema Reisefreiheit weitergeht. Hinzu kommt eine internationale Berichterstattung, die dem Image Tirols im Allgemeinen und einigen Wintersportorten im Speziellen Schaden zugefügt hat. Positiv stimmt mich in diesem Zusammenhang allerdings die positive Resonanz vieler Gäste, die aufmuntern und mitteilen, dass sie wieder zu uns auf Urlaub kommen werden.

SportsMedien: Wagst Du einen Ausblick? Wann könnt Ihr in den Sommer starten und wie sieht die Wintersaison 20/21 aus?
Eine seriöse Prognose lässt sich derzeit nicht abgeben. Wir arbeiten daher mit verschiedenen Szenarien. Ich denke es ist realistisch, dass wir im kommenden Sommer vor allem einen Inlandstourismus haben werden – also österreichische Gäste, die im eigenen Land urlauben. Bis zum Herbst und nächsten Winter habe ich die Hoffnung, dass zumindest die wichtigen Nahmärkte geöffnet werden und die Gäste zu uns kommen – insbesondere aus dem für uns mit Abstand wichtigsten Markt Deutschland.


SportsMedien: Vielen Dank für Deine Zeit, Florian! Wir wünschen Dir und Deiner Familie sowie Eurem team, dass Ihr gut durch diese Krise kommt!
Vielen Dank! Vielleicht motiviert ein besonderes Musikstück den ein oder anderen, noch weiter durchzuhalten: 18 heimische MusikerInnen haben auf Initiative der Tirol Werbung jeweils zuhause das Lied „I möcht mi nur bedanken“ des Tiroler Musikers Manu Stix intoniert. Manu hat die verschiedenen Interpretationen zu einer gemeinsamen Version zusammengeführt. Mittlerweile wurde diese musikalische Wertschätzung für alle HelferInnen in der Coronakrise eine gute Million Mal angehört, wenn man Facebook, Youtube & Co zusammenzählt. #mitAbstandnah.

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"I möcht mi nur bedanken" - 18 Tiroler Musikerinnen und Musiker, 1 Botschaft #mitAbstandnah Tirol

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