Goldsbury feiert Premierensieg in Leogang, Łukasik kehrt auf die Siegerstraße zurück
Enduro Weltcup Leogang
Mit Regen, rutschigen Trails und mehr als 73 Kilometern Renndistanz bot die zweite Runde des UCI Enduro World Cups in Saalfelden Leogang alles, was ein anspruchsvolles Enduro-Rennen ausmacht. Sechs Stages, rund 2.000 Tiefenmeter und schwierige Bedingungen verlangten den Fahrern am Sonntag alles ab.
Bei den Elite-Damen feierte die Neuseeländerin Winnifred Goldsbury den bislang größten Erfolg ihrer Karriere. Die erst 19-Jährige zeigte auf den nassen Trails eine beeindruckende Leistung und sicherte sich ihren ersten Sieg in der Elite-Klasse. Besonders bemerkenswert: Trotz eines platten Reifens auf der zweiten Stage ließ sich Goldsbury nicht aus dem Konzept bringen. Am Ende gewann sie mit 24 Sekunden Vorsprung auf die amtierende Gesamtweltcupsiegerin Ella Conolly aus Großbritannien. Rang drei ging an die Französin Mélanie Pugin.
Für Goldsbury schließt sich damit ein Kreis. Bereits als Juniorin feierte sie in Leogang ihren ersten Weltcupsieg. Nun gelingt ihr an derselben Stelle der Durchbruch in der Elite-Kategorie.
Bei den Herren entwickelte sich ein spannender Dreikampf zwischen dem Polen Sławomir Łukasik, dem Kanadier Lief Rodgers und dem Franzosen Marius Tenet Berrat. Vor der letzten Stage lagen die Topfahrer nur wenige Sekunden auseinander.
Łukasik, amtierender Gesamtweltcupsieger, zeigte jedoch keine Nerven. Mit einer weiteren Bestzeit auf der finalen Prüfung sicherte er sich seinen ersten Saisonsieg und verwies Rodgers um vier Sekunden auf Platz zwei. Für den Kanadier war es gleichzeitig das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere. Tenet Berrat komplettierte als Dritter das Podium und durfte sich über seinen ersten Podestplatz im UCI Enduro World Cup freuen.
Nach einem schwierigen Saisonauftakt in Loudenvielle-Peyragudes meldet sich Łukasik damit eindrucksvoll im Kampf um die Gesamtwertung zurück. Die technisch anspruchsvollen Trails von Leogang scheinen dem Polen besonders zu liegen. Bereits in den vergangenen Jahren stand er hier mehrfach auf dem Podium.
Auch die Junioren lieferten starke Leistungen ab. Bei den Junioren gewann der Franzose Hugo Marti Montessinos bereits sein zweites Rennen in Folge und bleibt damit 2026 ungeschlagen. Dahinter belegte der Deutsche Quirin Bach Rang zwei vor dem Tschechen Simon Lehký.
Bei den Juniorinnen dominierte die Slowenin Nežka Libnik das Geschehen. Nachdem Auftaktsiegerin Romy Williams bereits auf der ersten Stage ausgeschieden war, gewann Libnik sämtliche Wertungsprüfungen und feierte einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Platz zwei ging an die Schwedin Ella Mårtensson, Rang drei an die Schweizerin Emily Malin Hoyle.
Mit anspruchsvollen Bedingungen, spannenden Zeitkämpfen und zahlreichen Positionswechseln lieferte der Enduro-Weltcup in Leogang einmal mehr beste Werbung für die Disziplin. Nach zwei Saisonstopps zeichnet sich bereits ab, dass die Entscheidungen um die Gesamtwertungen 2026 spannend bleiben werden.
Alle Ergebnisse: www.mtb-weltcup.at
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