Zwischen Freeride, Verantwortung und Dolomiten-Feeling
Val di Fassa
Das Val di Fassa gehört zu den eindrucksvollsten Regionen der Dolomiten. Eingebettet zwischen ikonischen Berggruppen wie Rosengarten, Sella, Langkofel und Marmolada verbindet das Trentiner Tal spektakuläre Natur mit einer tief verwurzelten ladinischen Kultur. Über rund 20 Kilometer erstreckt sich das Tal von Canazei bis Moena und bietet das ganze Jahr über eine beeindruckende Spielwiese für Outdoor-Sportler.
Im Winter stehen mehr als 200 Pistenkilometer sowie die direkte Anbindung an den Dolomiti Superski mit insgesamt 1.200 Kilometern zur Verfügung. Gleichzeitig ist das Val di Fassa auch ein klassisches Ziel für Freerider, Skitourengeher und alle, die abseits der Pisten unterwegs sind.
Sicherheit im Gelände
Doch gerade im Gelände zeigt sich, wie wichtig Erfahrung und Einschätzung sind. „Die Bedingungen sind aktuell sehr anspruchsvoll“, erklärt der Direktor des Tourismusverbands Nicolò Weiss im Gespräch. „Es braucht viel Wissen, Erfahrung und auch Selbstbewusstsein.“
Besonders die Kombination aus älteren Schneeschichten und frischem Neuschnee macht die Situation komplex. Deshalb rät er klar dazu, sich an lokale Experten zu wenden: „Ein Bergführer oder der Austausch mit lokalen Guides ist im Moment extrem wichtig.“
Infrastruktur für mehr Sicherheit
Um Wintersportler bestmöglich zu unterstützen, wurde im Tal gezielt in Sicherheitsmaßnahmen investiert. Aktuell gibt es rund 20 LVS-Checkpoints, verteilt über Skigebiete und klassische Touren-Einstiege. Zusätzlich stehen mehrere mobile Trainingsstationen zur Verfügung, an denen der Umgang mit LVS-Geräten geübt werden kann.
Alternativen, wenn Freeride keine Option ist
Wenn das Gelände nicht sicher befahrbar ist, bietet das Val di Fassa zahlreiche Alternativen. Klassisches Skifahren auf der Piste bleibt eine naheliegende Option, ergänzt durch Skitouren entlang gesicherter Routen oder Langlaufen für alle, die weiterhin auf Ski unterwegs sein wollen.
Dazu kommen Schneeschuhwanderungen, Winterwanderungen oder ruhigere Naturerlebnisse abseits des klassischen Skibetriebs.
Freestyle und Snowparks
Im Bereich Freestyle setzt die Region bewusst keinen Schwerpunkt auf große Snowparks. Stattdessen finden sich kleinere Setups mit Boxen und Jumps. Große, progressive Parks sind in den Dolomiten eher selten – eine Ausnahme bildet etwa die Seiser Alm.
Der Fokus im Val di Fassa liegt klar auf dem natürlichen Gelände und dem klassischen Bergerlebnis.
Sommer: Enduro statt Flow
Auch im Sommer spielt das Tal seine Stärken aus – insbesondere im Bereich Mountainbike. Rund um den Fassa Bike Park verbinden Gondeln mehrere Bergseiten mit etwa 20 Trails.
Der Fokus liegt dabei klar auf Enduro: technisch, abwechslungsreich und naturnah. „Wir setzen weniger auf künstliche Flowlines, sondern auf Trails, die sich in die Landschaft einfügen“, erklärt der Direktor. Ein Highlight ist die „Tutti Frutti“-Strecke, bekannt aus dem Weltcup und eine der spektakulärsten Abfahrten der Region.
Balance zwischen Action und Natur
Ein zentrales Thema bleibt die Balance zwischen Tourismus und Naturschutz. Das Val di Fassa arbeitet aktuell an entsprechenden Zertifizierungen und langfristigen Konzepten.
„Es ist ein laufender Prozess“, so Nicolò. „Der wichtigste Schritt ist das Bewusstsein dafür, wer wir sind und was wir für unsere Umwelt tun können.“
Gerade in einer Region mit gewachsener Infrastruktur geht es zunehmend darum, bestehende Systeme nachhaltiger zu gestalten und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.
Warum Val di Fassa auf die Bucket List gehört
Ob im Winter oder Sommer – das Val di Fassa überzeugt durch seine Kombination aus Landschaft, Sportmöglichkeiten und kultureller Identität.
Für Freerider bieten vor allem die Dolomiten rund um den Pordoipass und die Marmolada spektakuläre Lines durch enge Täler und weite Hänge. Mountainbiker finden mit technisch anspruchsvollen Trails und beeindruckender Kulisse ideale Bedingungen.
Oder, wie es im Interview zusammengefasst wurde: Wer auf der Suche nach eindrucksvollen Landschaften, vielseitigem Terrain und authentischem Bergerlebnis ist, wird hier fündig.
Mehr Infos: www.fassa.com
- Freigegeben in Spots

Seit unserem letzten Besuch hat sich einiges getan: Auf der Sellaronda gibt es seit dieser Saison einen neuen Trail der gerade erst eröffnet wurde und zwar etwas unterhalb von Pralongià (Alta Badia) bis zur Marmotta Hütte. Für Genussbiker wirklich sehr zu empfehlen!
Von Wolkenstein aus fährt man mit der Umlaufbahn bis auf die Dantercepies hoch. Kurz unterhalb der Bergstation beginnt die erste Abfahrt: ein flowiger Singletrail führt zum Grödner Joch, von wo aus es auf einem weiteren Trail bis nach Kolfuschg weitergeht. Zwei weitere Liftanlagen führen dann von Corvara über einen Höhenwege zum Campolongo-Pass. Von hier aus geht es mit dem Sessellift hoch und dann mit dem Bike wieder hinunter bis nach Arabba, zur Porta Vescovo-Kabinenbahn. An der Bergstation hat man einen atemberaubenden Ausblick auf den Marmolada Gletscher und den Fedaia-Stausee. Die anschließende Abfahrt bis zur Fodom Kabinenumlaufbahn oberhalb von Arabba ist besonders anspruchsvoll.
Gleiches Konzept, neue Location: Auch in ihrer fünften Auflage zeigten die Trail Days, dass Biken, Campen und Feiern ausgezeichnet harmonieren. Vom 30. Mai bis 2. Juni fanden die Trail Days erstmals im italienischen Molveno statt. Fette Trails, coole Live-Acts, Sonne satt und jede Menge Action erwarteten mehr als 2000 Besucher in traumhafter Kulisse des Brenta Gebirges.
Rund um Corvara, auf bis zu 2.500 Metern, erwarten Skifahrer und Snowboarder nicht nur einmalige Ausblicke auf die majestätische Bergwelt der Dolomiten, sondern auch atemberaubende Abfahrten auf den Pässen der Region. „Zu meinen Favoriten gehört die 40 Kilometer lange Tour ‚Sella Ronda‘, die um den Sellastock führt“, verrät Michael Costamoling, Bergführer und Skilehrer aus Leidenschaft. Das Bergmassiv verbindet Gröden, Alta Badia, Arabba und Fassatal. Ein echter Geheimtipp für Tourengeher: Die Gebirgsjägertour, die rund um den Col di Lana, Schauplatz des Ersten Weltkriegs, führt. „Laufgräben mitten durch die Felsen, Wehrgänge und Festungen geben noch heute Einblick in den Gebirgskrieg und erinnern uns an die Geschichte, die nicht nur die Dolomiten, sondern ganz Europa geprägt hat“, kommentiert Costamoling. Die rund 80 Kilometer lange Tour dauert etwa sieben Stunden, kurze Verschnaufpausen bieten die Passagen mit den Skibussen. Und das Highlight kommt zum Schluss: Vom Lagazuoi nach Alta Badia (Armentarola) geht es eine der schönsten Pisten der Dolomiten hinab.
Nicht nur für Sportfreaks und Geschichtsliebhaber, auch für Kinder bietet die Region unvergessliche Erlebnisse: Das Schneeparadies in den Dolomiten bringt garantiert alle Kinderaugen zum Leuchten. Die breiten mittelschweren und leichten Pisten von Pralongià sind ideal für die ganze Familie. Die Pisten in Corvara sind sogar für die ersten Schritte der Allerkleinsten geeignet: „Anfängern stehen in der Region zahlreiche qualifizierte Lehrer zur Verfügung. Zudem sorgen vier Ski-Kindergärten für ein abwechslungsreiches Programm, das sich speziell an Familien richtet“, berichtet Costamoling. „Schlittenfahren bringt zusätzliche Abwechslung, vor allem die Rodelbahn Tru liösa Foram am Piz Sorega und der Rodelweg von Spëscia bis zu den Armentara-Wiesen sind einen Ausflug wert.“
Nur 20 Minuten von Bozen entfernt bietet das 2. Rosadira Bike Festival Workshops, Touren und Abendveranstaltungen für alle Mountainbiker, die gerne Gleichgesinnte treffen, gemeinsam auf Tour gehen und Neues kennenlernen. Dreh- und Angelpunkt dieses MTB-Festivals der kurzen Wege ist die Bergstation der Kabinenbahn Welschnofen. Schauplatz der Kurse und Workshops der renommierten Bikeschule TrailXperience ist das neue Fahrtechnik-Übungsgelände.
Für Kinder und Teens stehen Wettkämpfe und Spiele, Geschicklichkeits-Parcours, Schnitzeljagd und jede Menge Spaß gemeinsam mit ausgebildeten Trainern auf dem Programm. Abends genießt man bei Musik, Lagerfeuer und kulinarischen Südtiroler Spezialitäten das berühmte Dolomitenglühen und den Sonnenuntergang sowie Veranstaltungen wie Enrosadira Live, die Rosegarden On Fire Night oder ein Akustikkonzert am Karer See.
Im Winter profitieren sportliche Gäste vom „Ski-In und Ski-Out“, denn die Piste befindet sich direkt am Hotel. Das bedeutet einen direkten Einstieg in die weltbekannte Ski-Runde um die Sella Gruppe: Die Sella Ronda. Zu erkunden gibt es aber selbstverständlich nicht nur die Pisten, sondern das gesamte Tourenpotential der Dolomiten mit seinen sagenumwobenen Couloirs. Zudem haben Frühaufsteher als Gäste des La Pera die einzigartige Möglichkeit, die Abfahrt Col Alto vor allen anderen Skifahrern am Tag zu genießen. Eine Schneeraupe sorgt für einen reibungslosen und zugleich einzigartigen Aufstieg vom Hotel La Perla auf den Berg. Dort frühstücken Gäste immer dienstags mit freiem Blick auf die Dolomiten und kommen in den Genuss des Sonnenaufgangs, bevor es vor allen anderen Besuchern des Skigebiets hinunter ins Tal geht.

Wie immer steht bei SAAC zuerst die Theorie an. Dort bekommen die TeilnehmerInnen einen Überblick über die verschiedenen Sicherungsmaterialien, deren Vor- und Nachteile und wo die häufigsten Fehler bei der Handhabung passieren. Die Sicherheitsaspekte werden bei SAAC groß geschrieben. Schließlich geht es darum, Unfälle zu vermeiden und das Risiko auf ein Minimum zu reduzieren. Gerade wer den ersten Schritt von der Halle in den Klettergarten wagt, ist sich nicht immer der neuen Gefahrensituation bewußt. Die SAAC Bergführer helfen dabei, Irrtümer auszuschalten und die Technik zu verbessern. Am Praxistag ist dafür viel Gelegenheit.








